Samstag der 19. Woche im Jahreskreis (18.08.2018)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
18 August 2018 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Helena

1. Lesung: Buch Ezechiel 18,1-10.13b.30-32.
Psalm 51(50),12-13.14-15.18-19.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 19,13-15.
Kommentar Die zärtliche Liebe Gottes für die Kinder

Buch Ezechiel 18,1-10.13b.30-32.

Das Wort des Herrn erging an mich:
Wie kommt ihr dazu, im Land Israel das Sprichwort zu gebrauchen: Die Väter essen saure Trauben, und den Söhnen werden die Zähne stumpf?
So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn -, keiner von euch in Israel soll mehr dieses Sprichwort gebrauchen.
Alle Menschenleben sind mein Eigentum, das Leben des Vaters ebenso wie das Leben des Sohnes, sie gehören mir. Nur wer sündigt, soll sterben.
Ist jemand gerecht, so handelt er nach Recht und Gerechtigkeit.
Er hält auf den Bergen keine Opfermahlzeiten ab. Er blickt nicht zu den Götzen des Hauses Israel auf. Er schändet nicht die Frau seines Nächsten. Einer Frau tritt er nicht nahe während ihrer Blutung.
Er unterdrückt niemand. Er gibt dem Schuldner das Pfand zurück. Er begeht keinen Raub. Dem Hungrigen gibt er von seinem Brot, und den Nackten bekleidet er.
Er leiht nicht gegen Zins und treibt keinen Wucher. Er hält seine Hand vom Unrecht fern. Zwischen Streitenden fällt er ein gerechtes Urteil.
Er lebt nach meinen Gesetzen, er achtet auf meine Rechtsvorschriften und befolgt sie treu. Er ist gerecht, und deshalb wird er am Leben bleiben - Spruch Gottes, des Herrn.
Angenommen aber, er zeugt einen Sohn, der gewalttätig wird, der Blut vergießt oder eine andere von diesen Sünden begeht,
soll der dann am Leben bleiben? Er soll nicht am Leben bleiben. Er hat alle diese Greueltaten verübt, darum muss er sterben. Er ist selbst schuld an seinem Tod.
Darum will ich euch richten, jeden nach seinem Verhalten, ihr vom Haus Israel - Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, wendet euch ab von all euren Vergehen! Sie sollen für euch nicht länger der Anlass sein, in Sünde zu fallen.
Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt! Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?
Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss - Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, damit ihr am Leben bleibt.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 51(50),12-13.14-15.18-19.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 19,13-15.

In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab.
Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.
Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Die zärtliche Liebe Gottes für die Kinder

Meine Töchter, Gott hat eine große Freude daran, den Dienst zu sehen, den ihr den kleinen Kindern erweist, so wie er sich über ihr Brabbeln und Lallen freut, ja selbst auch über ihr Schreien und ihr Greinen. Jeder dieser kleinen Schreie bewegt das Herz Gottes. Und ihr, meine lieben Schwestern, die ihr, wenn sie schreien, ihnen Erleichterung verschafft und ihnen das verschafft, was sie benötigen, und dies alles aus Liebe zu Gott und aus Verehrung für die Kindheit unseres Herrn Jesus, macht ihr Gott da etwa keine Freude? Und wird Gott durch das Schreien und dem Greinen dieser kleinen Kinder etwa nicht gelobt? Habt also Mut, meine Schwestern! Erfüllt den Dienst an diesen kleinen Kindern mit großer Liebe, da durch ihren Mund Gott ein vollkommenes Lob verschafft wird. Diese Worte stammen nicht von mir, meine Schwestern, sondern vom Propheten: ?Aus dem Mund der Säuglinge schaffst du dir Lob? (vgl. Ps 8,3; vgl. Mt 21,16). Es ist also wahr, meine Töchter, da es die Heilige Schrift so sagt.

 

Erkennt doch, wie glückselig ihr seid, diesen kleinen Geschöpfen zu dienen, die Gott doch so ein vollkommenes Lob darbringen, und die für Gottes Güte solch eine Freude bedeuten, die in gewisser Weise der von Müttern gleicht, denen nichts eine größere Freude verschafft, als dem Tun ihrer kleinen Kinder zuzuschauen. Sie staunen über alles und lieben alles. Ebenso freut sich Gott, der ja ihr Vater ist, so sehr über alles, was sie tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

    

Hl. Vinzenz von Paul (1581-1660), Priester, Ordensgründer