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Weltumspannende Weite

Von: Pressestelle des Bistums Hildesheim
09 December 2011 11:56
Kategorie: Allgemein, Bistum, Mission

Bischof Norbert Trelle schreibt Weihnachtsbrief an Missionare aus dem Bistum weltweit

Dietmar Müßig (hinten links) arbeitet mit seiner Familie seit einem Jahr in Bolivien © Müßig

Hildesheim (bph) Ein bewegtes Jahr 2011 beschreibt Bischof Norbert Trelle in seinem diesjährigen Weihnachtsbrief an die Missionare und Mitarbeiter des Bistums in aller Welt, wirft aber auch einen Blick in das kommende Jahr. Vom Prozess lokaler Kirchenentwicklung schlägt Trelle einen Bogen bis zum anstehenden Jubiläum der Bolivienpartnerschaft.

Es ist ein guter Brauch, dass der Bischof von Hildesheim jährlich in der Adventszeit den Mitarbeitern des Bistums schreibt, die in aller Welt arbeiten und damit nach seinen Worten „die weltumspannende Weite unseres Glaubens“ bewusst machen. 2011 war geprägt durch neue Aufbrüche in der Seelsorge, berichtet der Bischof. In seinem Hirtenbrief zu Ostern hatte er dazu aufgerufen, den Blick auf die jeweiligen Besonderheiten der Pfarrgemeinden zu richten. Diese „Lokale Kirchenentwicklung“ soll die seelsorgliche Situation vor Ort je nach den dortigen Gegebenheiten weiter entwickeln.

Am 3. Oktober hat das Bistum mit einem Dialogtag offiziell den von den deutschen Bischöfen aufgerufenen Dialogprozess im Bistum Hildesheim begonnen. „Die Beratungen waren offen und fruchtbar“ schreibt der Bischof den Mitarbeitern weltweit. Entschieden wurde, dass das Bistum 2012 in einem „Jahr des Hinhörens“ die konkreten Themen kommender Beratungen finden will.

Bei einem Rückblick auf das vergangene Jahr darf der Hinweis auf den Deutschlandbesuch des Papstes nicht fehlen. Bischof Norbert Trelle war im September bekanntlich mit einer großen Gruppe von Pilgern zum Marienwallfahrtsort Etzelsbach gepilgert, wo der Papst eine Marianische Vesper feierte. Noch immer ganz beeindruckt von diesem Erlebnis schreibt der Bischof wörtlich: „Als ich mich bei einer kurzen Pause auf einem Hügel umwandte, staunte ich über die kaum enden wollende Schlange von Menschen, die sich hinaufwand zum Wallfahrtsort“.

Trelle verschweigt in seinem Brief aber nicht die Probleme, vor denen Deutschland zurzeit steht und die auch das Bistum betreffen. Mit der Euro-Krise wachse für viele Menschen die Unsicherheit über die eigene Zukunft, schreibt Trelle: „Der Wohlstand, den wir in Europa gewohnt sind, erscheint immer weniger selbstverständlich.“

Der Bischof endet mit einem Ausblick auf das kommende Jahr. 2012 feiert das Bistum gemeinsam mit der katholischen Kirche von Bolivien 25 Jahre gemeinsamer Partnerschaft. Trelle zeigt sich in seinem Schreiben „froh und dankbar, dass das Anliegen, als gleichberechtigte Partner miteinander unterwegs zu sein und voneinander zu lernen, mehr und mehr Gestalt gewinnt.“ Schließlich übermittelt Trelle den Angeschriebenen zusammen mit den Weihbischöfen Dr. Nikolaus Schwerdtfeger, Heinz-Günter Bongartz und Hans-Georg Koitz, mit Generalvikar Dr. Werner Schreer und allen Mitgliedern des Domkapitels beste Wünsche zum Weihnachtsfest.

Der Brief des Bischofs ging weltweit an insgesamt 74 Missionare sowie kirchliche Entwicklungshelfer und junge Leute aus dem Bistum, die einen einjährigen internationalen Freiwilligendienst absolvieren.