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Indischer Bischof wird gefeiert

Von: Domink Flinkert
10 September 2011 19:34
Kategorie: Mission, Allgemein, Presse

D’Souza verbindet gemeinsamer Bau einer Blindenschule mit der Liebfrauengemeinde

Bischof Albert D’Souza (links) spricht nach

Langenhagen. Der Kontakt ist nie abgerissen, obwohl das gemeinsame Projekt schon zehn Jahre her ist: 2001 hatten der indische Erzbischof Albert D’Souza und der Verein Vita der Liebfrauengemeinde die Idee, in Indien eine Blindenschule zu bauen, 2002 wurde die Einrichtung eröffnet. Jetzt ist D’Souza zum dritten Mal nach Langenhagen gereist, um in der Liebfrauengemeinde Gottesdienste zu feiern.

Die Kollekte kommt der Diözese von Agra, der derzeitigen Wirkungsstätte D’Souzas zugute. „Ich werde hier immer sehr herzlich und freundschaftlich empfangen“, sagte der Bischof, der an den beiden Besuchstagen bei Josef und Christa Scharf wohnt. „Ich habe den Eindruck, dass Behinderte es in der indischen Gesellschaft schwer haben“, sagt Klaus-Dieter Tischler, Pfarrer der Liebfrauenkirche, der sich dreimal einen Überblick vor Ort verschaffte. Darum sei es wichtig, dass das Talent der Kinder gefördert werde. Das tat der Verein auch in den Jahren nach 2001: Neben der Schule entstanden 2006 durch mithilfe von Vita Unterkünfte für Lehrer, 2009 erhielt die Schule ein Auto.

D’Souza und Tischler informieren sich noch regelmäßig über die Entwicklungen in der Blindenschule. Er liebe die Arbeit mit Behinderten, sagt D’Souzas. In Agra will er schon bald geistig Behinderte durch ein weiteres Projekt unterstützen. Den Besuch in Langenhagen habe er diesmal mit einer Reise nach Rom verbunden, wo er und andere indische Bischöfe den Papst treffen.

Der Verein Vita unterstützt Projekte in Brasilien und Indien. In 18 Jahren finanzierte Vita nach Angaben der Langenhagener Kirchengemeinde Projekte mit mehr als einer Million Euro – die Blindenschule war das größte Projekt. Zum Verein gehören 16 Mitglieder, 30 Paten für das Kinderhaus in Brasilien und rund 20 Spender.