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Flüchtlingshilfe läuft auf Hochtouren

Von: Pressestelle des Bistums Hildesheim
01 October 2015 13:52
Kategorie: Allgemein, Bistum

Internetportal sammelt Übersicht der Hilfsangebote im Bistum

Zwischen Notfallversorgung und ambulanter Sprechstunde. Die Malteser leisten die medizinische Betreuung im Erstaufnahmelager Friedland. © bph / Branahl

Die Flüchtlingshilfe im Bistum Hildesheim läuft auf Hochtouren: An Kirchorten wird Wohnraum zur Verfügung gestellt, außerdem gibt es zahlreiche Helferdienste für Menschen in Not. Schätzungsweise rund 3000 Ehrenamtliche engagieren sich in Hilfsinitiativen, an der Pfarrgemeinden oder Caritas-Verbände beteiligt sind.

In mehr als sechs Pfarrhäusern im Bistum sind Flüchtlinge untergebracht. Die Immobilien sind dafür jeweils von der politischen Gemeinde angemietet worden. Das Kloster und das Pfarrheim von St. Heinrich in Wolfsburg etwa sind für drei Jahre an die Stadt vermietet. Nachdem die Verwaltung die Räume renoviert hatte, sind dort Flüchtlinge eingezogen.

An mehreren Orten ist geplant, Pfarrhäuser für die Unterbringung von Flüchtlingen herzurichten. Im Haus der Frauen-Ordensgemeinschaft Congregatio Jesu in Hannover leben bereits seit mehr als einem Jahr rund ein Dutzend Flüchtlinge.

In vielen Städten und Dörfern im Bistum haben sich neben der hauptamtlichen Flüchtlingshilfe der Caritas eine ganze Reihe ehrenamtlich getragener Hilfsinitiativen gebildet. 32 dieser Projekte haben finanzielle Unterstützung aus dem mit 800.000 Euro dotierten Flüchtlingsnothilfe-Fonds des Bistums beantragt und erhalten.

Die Helferdienste reichen von Kleidersammlungen und Möbelspenden über die Begleitung von Behördengängen und Arztbesuchen bis hin zu Deutsch-Stunden für Flüchtlinge. Zuweilen engagieren sich dabei Katholiken, Protestanten, Gläubige anderer Religionen und nicht gläubige Menschen gemeinsam für ein Vorhaben.

Alle 22 Caritasverbände im Bistum Hildesheim erleben starke Nachfrage von ratsuchenden Flüchtlingen.  Die Caritas in Peine bietet aktuell an zwei Tagen pro Woche offene Beratungsangebote für Flüchtlinge an. Die Sprechstunden sind bis in die Abendstunden belegt.

Die große Hilfsbereitschaft zeigt sich auch daran, dass bereits 27.000 Exemplare der Broschüre „Flüchtlinge in Niedersachsen“ verteilt worden sind. Das von Caritas und Diakonie herausgegebene Heft ist eine Hilfe für Frauen und Männer, die ehrenamtlich Flüchtlinge unterstützen und begleiten. Es wird nun in einer aktualisierten Fassung nachgedruckt.

Unter http://www.fluechtlinge-bistum-hildesheim.de/ hat das Bistum eine Übersicht über Hilfsangebote im Bistum Hildesheim zusammengestellt. Gemeinden und Verbände, deren Angebote dort noch nicht aufgelistet sind, können ihre Hilfsprojekte per E-Mail an presse(at)bistum-hildesheim.de anmelden, sie werden dann ebenfalls auf der Seite aufgenommen.