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900 Jahre St. Aegidien in Braunschweig

Von: Pressestelle des Bistms Hildesheim
01 September 2015 10:38
Kategorie: Allgemein, Bistum

Heimatpfleger spricht beim Festakt über die Baugeschichte der Klosteranlage

Die Überreste des Benediktinerklosters St. Aegidien beherbergt heute eine Zweigstelle des Landesmuseums. Auf dem Bild ist der Übergang von der Sakristei der Aegidienkirche zum Kreuzgang des Klosters zu sehen. Nach dem ersten Fenster mit dem Rundbogen (von links) beginnt das Museum. © Moser/bph

Die Braunschweiger Gemeinde St. Aegidien feiert am heutigen Dienstag ein besonderes Doppeljubiläum: 900 Jahre Kloster St. Aegidien und 70 Jahre St. Aegidien als Gemeindekirche. Nach der Choralvesper um 18.30 Uhr in der Kirche St. Aegidien mit der Choralschola unter Leitung von Regionalkantor Bernhard Schneider wird Propst Reinhard Heine um 19.15 Uhr den Festakt im Saal des Leisewitzhauses am Ägidienmarkt 12 eröffnen.

In seinem Festvortrag „900 Jahre Benediktinische Baukunst in Braunschweig“ referiert Architekt Elmar Arnhold von der Arbeitsgemeinschaft gebautes Erbe über die Baugeschichte der Klosteranlage. Arnhold ist auch Stadteilheimatpfleger der Braunschweiger Innenstadt.

In ihrem Grußwort wird Dr. Heike Pöppelmann, Direktorin des Braunschweigischen Landesmuseums, auch einen Ausblick auf die Wiedereröffnung des Zweigmuseums Hinter Aegidien Ende Oktober geben. Abgerundet wird der Abend bei Wein und Brot.

Hintergrund
Das Kloster wurde im Jahre 1115 von der Brunonin Gertrud, einer Urgroßmutter Heinrichs des Löwen, gestiftet. Nach mehr als 400 Jahren klösterlichen Lebens wurden die ursprünglich romanischen und später gotisch umgestalteten Räumlichkeiten der ehemaligen Abtei St. Aegidien vielfältig genutzt.

Heute beherbergen die Überreste des Benediktinerklosters eine Zweigstelle des Landesmuseums. Die Exponate im Kreuzgang, darunter die Mitra eines Abtes, präsentieren die Geschichte der Benediktiner Hinter Aegidien. Wegen Sanierungsarbeiten ist die Ausstellung ab 21. Oktober wieder zu besichtigen.

Die Aegidienkirche – einst Abteikirche des 900 Jahre alten Klosters – wurde vor genau 70 Jahren nach ihrer wechselvollen Geschichte wieder Gotteshaus für die Katholiken der Innenstadt. Durch einen Pachtvertrag ist die Kirche St. Aegidien am 1. September 1945 an die katholische Propsteigemeinde St. Nicolai übergeben worden. Diese hatte durch einen Bombenangriff am 10. Oktober 1944 ihre Kirche verloren.