Samstag nach Erscheinung des Herrn (07.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
07 January 2012 09:18
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Valentin,  Hl. Raimund von Peñafort

1. Lesung: Erster Brief des Johannes 3,22-24.4,1-6.
Psalm 2,7-8.10-11.
Evangelium nach Matthäus 4,12-17.23-25.
Kommentar «So tat Jesus sein erstes Zeichen»

Erster Brief des Johannes 3,22-24.4,1-6.

alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt.
Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht.
Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daß er in uns bleibt, erkennen wir an dem Geist, den er uns gegeben hat.
Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen.
Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott.
Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, daß er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt.
Ihr aber, meine Kinder, seid aus Gott und habt sie besiegt; denn Er, der in euch ist, ist größer als jener, der in der Welt ist.
Sie sind aus der Welt; deshalb sprechen sie, wie die Welt spricht, und die Welt hört auf sie.
Wir aber sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

Psalm 2,7-8.10-11.

Den Beschluß des Herrn will ich kundtun. Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.
Ford're von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum.
Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, laßt euch warnen, ihr Gebieter der Erde!
Dient dem Herrn in Furcht, und küßt ihm mit Beben die Füße,

Evangelium nach Matthäus 4,12-17.23-25.

Als Jesus hörte, daß man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück.
Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali.
Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa:
das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.
Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte Kranke mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie alle.
Scharen von Menschen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm.

«So tat Jesus sein erstes Zeichen»

Warum hat Jesus als sein erstes Zeichen Wasser in Wein verwandelt? Er wollte zeigen, dass Gott, der die Natur dessen, was in Lederschläuchen ist, verwandelt, auch das verwandelt, was im Schoß der Jungfrau ist. So hat Jesus auch als Krönung seiner Wunder ein Grab geöffnet, um kundzutun, dass er dem Tod, der alles verschlingen will, nicht unterworfen ist. Um die zweimalige Umgestaltung der Natur durch seine Geburt und seine Auferstehung zu beglaubigen und zu bestätigen, verwandelt Jesus Wasser in Wein ohne irgendetwas an den steinernen Krügen zu verändern. Das war das Symbol seines Leibes, der ohne Zutun eines Mannes in einer Jungfrau auf wundersame Weise empfangen und herrlich geschaffen wurde... Nicht wie üblich, ist in den Bottichen ein neuer Wein geworden, und dieses Wunder hat sich nie mehr wiederholt. So hat die Jungfrau den Immanuel (Jes 7,14) empfangen und zur Welt gebracht und später nie mehr empfangen. Das Wunder der steinernen Krüge besteht darin, dass Kleines groß wird, Sparsamkeit zu Überfluss sich wandelt und Quellwasser zu süßem Wein... In Maria dagegen verändern sich anscheinend Größe und göttlicher Glanz und werden zu Schwäche und Schmach. Diese Krüge dienten den Juden zur Reinigung; unser Herr gießt seine Lehre hinein: er tut kund, dass er, dem Gesetz und den Propheten entsprechend, gekommen ist, aber in der Absicht, durch seine Lehre alles umzuwandeln, so, wie das Wasser zu Wein... „Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus“ (Joh 1,17). Der Bräutigam, der in Kana wohnte, lud den Bräutigam ein, der vom Himmel kam; und der Herr, der bereit war für diese Hochzeit, hat seine Einladung angenommen. Die Menschen, die bei Tisch saßen, haben den eingeladen, der die Welten in sein Reich einführt; und er hat ihnen ein Hochzeitsgeschenk geschickt, das ihnen Freude machen konnte... Sie hatten nicht genügend Wein, nicht einmal gewöhnlichen Wein. Er hat ihnen ein wenig von seinem Reichtum eingeschenkt: als Gegengabe für ihre Einladung hat er sie zu seiner Hochzeit eingeladen.  

Hl. Ephräm (um 306 – 373), Diakon in Syrien und Kirchenlehrer