2. Mittwoch der Weihnachtszeit (04.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
04 January 2012 19:14
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Angela von Foligno

1. Lesung: Erster Brief des Johannes 3,7-10.
Psalm 98,1.7-8.9.
Evangelium nach Johannes 1,35-42.
Kommentar «Wir haben den Messias gefunden»

Erster Brief des Johannes 3,7-10.

Meine Kinder, laßt euch von niemand in die Irre führen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie Er gerecht ist.
Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören.
Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm bleibt. Er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt.
Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.

Psalm 98,1.7-8.9.

[Ein Psalm.] Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht. Er hat mit seiner Rechten geholfen und mit seinem heiligen Arm.
Es brause das Meer und alles, was es erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner.
In die Hände klatschen sollen die Ströme, die Berge sollen jubeln im Chor
vor dem Herrn, wenn er kommt, um die Erde zu richten. Er richtet den Erdkreis gerecht, die Nationen so, wie es recht ist.

Evangelium nach Johannes 1,35-42.

Am Tag darauf stand Johannes wieder dort, und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um, und als er sah, daß sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du?
Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren.
Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus).
Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus).

«Wir haben den Messias gefunden»

Nachdem Andreas bei Jesus geblieben war und vieles von ihm erfahren hatte, behielt er diesen Schatz nicht für sich: er machte sich eilends auf zu seinem Bruder, um ihn teilhaben zu lassen an den Gütern, die er empfangen hatte... Bemerkenswert, wie folgsam und gehorsam Petrus von Anfang an war..., denn er eilte unverzüglich herbei: Andreas „führte ihn zu Jesus“, sagt der Evangelist. Niemand aber klage ihn (Petrus) der Unbesonnenheit an, so als hätte er blind der Einladung seines Bruders Folge geleistet. Wahrscheinlich hat Andreas lang und ausführlich mit ihm gesprochen. Aber die Evangelisten übergehen vieles in einer knappen Zusammenfassung. Übrigens heißt es nicht, dass Petrus sofort geglaubt hat, sondern dass ihn sein Bruder „zu Jesus geführt hat“, um ihn Jesus anzuvertrauen, damit er von ihm umfassend belehrt werde. Als Johannes der Täufer sagte: „Seht, das Lamm Gottes“ und „Er ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft“, übertrug er Christus selbst die Sorge um eine eingehendere Darlegung seiner Lehre. Mit umso größerem Recht tat Andreas dasselbe, denn er maßte sich nicht an, alles erklären zu können. Er führt seinen Bruder an die Quelle des Lichts selbst, und das eilig und freudig; und dieser zögerte keinen Augenblick, sich dorthin zu begeben.
  

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer