Hochfest der Gottesmutter Maria, Neujahr (01.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
01 January 2012 03:41
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:

1. Lesung: Buch Numeri 6,22-27.
Psalm 67(66),2-3.5.6.8.
2. Lesung: Brief des Paulus an die Galater 4,4-7.
Evangelium nach Lukas 2,16-21.
Kommentar «Sie rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten»

Buch Numeri 6,22-27.

Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.

Psalm 67(66),2-3.5.6.8.

Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse über uns sein Angesicht leuchten, [Sela]
damit auf Erden sein Weg erkannt wird und unter allen Völkern sein Heil.
Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. Denn du richtest den Erdkreis gerecht. Du richtest die Völker nach Recht und regierst die Nationen auf Erden. [Sela]
Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle.
Es segne uns Gott. Alle Welt fürchte und ehre ihn.

2. Lesung: Brief des Paulus an die Galater 4,4-7.

Evangelium nach Lukas 2,16-21.

So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

«Sie rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten»

Kommt, ihr Weisen, lasst uns die jungfräuliche Mutter bewundern, die Tochter Davids, diese Blüte der Schönheit, die das Wunder zur Welt gebracht hat. Lasst uns die Quelle bewundern, die den Springbrunnen speist, das mit Freuden beladene Schiff, das uns die vom Vater kommende Botschaft bringt. In ihrem reinen Schoß hat sie diesen großen Gott, den Herrn der Schöpfung, in ihrem Leib empfangen und getragen, diesen Gott, durch den der Friede regiert auf Erden und im Himmel. Kommt, lasst uns die so reine Jungfrau bewundern, die in sich selbst so wunderbar ist. Als einziges der Geschöpfe hat sie ein Kind geboren, ohne einen Mann erkannt zu haben. Ihre Seele war voller Bewunderung, und jeden Tag rühmte sie Gott freudig für die Gaben, die unvereinbar schienen: ihre jungfräuliche Unberührtheit und ihr geliebtes Kind. Ja, gebenedeit sei der, den sie geboren hat... Sie hält ihn im Arm und singt sein Lob mit lieblichen Weisen...: „Dein Platz, mein Sohn, ist in den höchsten Höhen, und doch hast du, weil du es wolltest, dir in mir einen Platz geschaffen. Die Himmel fassen nicht deine Größe, und ich, die ganz Kleine, ich trage dich! Ezechiel möge kommen, dass er dich auf meinen Knien erblicke; dass er sich niederwerfe und dich anbete; dass er in dir den erkenne, den er sitzen sah auf dem Wagen der Cherubim (Ez 1) und der mich seligpreist dank dem, den ich mit mir trage!  'Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären'. So hast du, Jesaja, verkündet (7,14). Nun komm, schau mich an und freu dich mit mir... Sieh, ich habe ein Kind geboren und dabei das Siegel meiner Jungfräulichkeit unversehrt bewahrt. Schau auf den Immanuel, der für dich einstmals verborgen blieb...“ „Kommt zu mir, ihr Weisen, ihr Sänger des Geistes, ihr Propheten, die ihr in euren Visionen die Enthüllung verborgener Wirklichkeiten erlebtet, ihr Ackerleute, die ihr den Samen ausgeworfen habt und dann in Hoffnung entschlafen seid. Steht auf, seht, die Früchte werden geerntet! So hüpft vor Freude! Hier, in meinen Armen ist die Ähre des Lebens, die den Hungrigen Brot gibt und die Armen sättigt. Freut euch mit mir: ich habe die Garbe der Freuden empfangen!“  

Hl. Ephräm (um 306 – 373), Diakon in Syrien und Kirchenlehrer