Mittwoch der 4. Adventswoche (21.12.2011)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
21 December 2011 07:56
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Petrus Canisius

1. Lesung: Das Hohelied 2,8-14.
Psalm 33(32),2-3.11-12.20-21.
Evangelium nach Lukas 1,39-45.
Kommentar „... da hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.“

Das Hohelied 2,8-14.

Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel.
Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draußen steht er an der Wand unsres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter.
Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!
Denn vorbei ist der Winter, verrauscht der Regen.
Auf der Flur erscheinen die Blumen; die Zeit zum Singen ist da. Die Stimme der Turteltaube ist zu hören in unserem Land.
Am Feigenbaum reifen die ersten Früchte; die blühenden Reben duften. Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!
Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.

Psalm 33(32),2-3.11-12.20-21.

Preist den Herrn mit der Zither, spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!
Singt ihm ein neues Lied, greift voll in die Saiten und jubelt laut!
Der Ratschluß des Herrn bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.
Unsre Seele hofft auf den Herrn; er ist für uns Schild und Hilfe.
Ja, an ihm freut sich unser Herz, wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.

Evangelium nach Lukas 1,39-45.

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

„... da hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.“

Nachdem sie im Mutterschoß Gott empfangen hatte,
eilte die Jungfrau zu Elisabeth:
das ungeborene Kind jener aber,
sofort ihren Gruß erkennend,
freute sich;
und mit Springen, wie mit Singen,
rief es zur Gottesgebärerin:Freue dich, Weinstock der unverwelklichen Rebe;
Freue dich, Erwerb der unversehrten Frucht!
Freue dich, die du den menschenliebenden Ackerer beackert hast;
Freue dich, die du den Erzeuger unseres Lebens erzeugt hast!Freue dich, Feld, das erblühen lässt die Frucht der Erbarmungen;
Freue dich, Tisch, welcher trägt die Fülle der Gnaden!
Freue dich, weil du die Weide der Wonne aufsprießen lässest;
Freue dich, weil du den Hafen unserer Seelen bereitest!Freue dich, angenehmes Rauchwerk der Fürbitte;
Freue dich, Versöhnung der ganzen Welt!
Freue dich, Wohlgefallen Gottes gegen die Sterblichen;
Freue dich, Zuversicht der Sterblichen zu Gott!Freue dich, du nie vermählte Braut!Den Wogenschwall zweifelnder Gedanken im Innern habend,
ward der weise Joseph bestürzt,
als er auf dich, die Unvermählte blickte,
und argwöhnte,
du habest dich unsittlich vermählt, o Untadelige;
als er aber erfahren hatte
deine Empfängnis aus dem Heiligen Geiste,
sprach er:Alleluja!Es vernahmen die Hirten von den lobsingenden Engeln
Die Ankunft Christi im Fleische;
Und eilend zu ihm, als zu dem Hirten,
erblicken sie denselben als ein fehlloses Lamm,
welches geweidet wird auf dem Schoße Mariens,
welche besingend sie sprachen:Freue dich, Mutter des Lammes und der Hirten;
Freue dich, Hürde der vernünftigen Schafe!
Freue dich, Schutzwehr gegen die unsichtbaren Feinde;
Freue dich, Erschließung der Tore des Paradieses!Freue dich, weil die Himmlischen frohlocken mit der Erde;
Freue dich, weil die Irdischen jubeln mit den Himmeln!
Freue dich, nie schweigender Mund der Apostel;
Unbesiegbarer Mut der den Kampfpreis Erringenden!Freue dich, starke Stütze des Glaubens;
Freue dich, strahlende Erkenntnis der Gnade!
Freue dich, du, durch welche der Hades entblößt ward;
Freue dich, du, durch welche wir bekleidet wurden mit Herrlichkeit!Freue dich, du nie vermählte Braut! [...]Die fremdartige Geburt sehend,
werden wir entfremdet der Welt,
indem wir den Sinn in den Himmel hinüberversetzen.
Denn deshalb erschien der hocherhabene Gott auf Erden als demütiger Mensch,
da er emporziehen wollte zur Höhe die zu ihm Rufenden:Alleluja!

Aus dem Gebetsschatz der byzantinischen Kirche