Dienstag der 4. Adventswoche (20.12.2011)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
20 December 2011 07:30
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Heinrich Egher,  Hl. Hoger (Holger),  Hl. Regina Hueter

1. Lesung: Buch Jesaja 7,10-14.
Psalm 24(23),1-2.3-4ab.5-6.
Evangelium nach Lukas 1,26-38.
Kommentar «Er wird Sohn des Höchsten genannt werden... seine Herrschaft wird kein Ende haben»

Buch Jesaja 7,10-14.

Der Herr sprach noch einmal zu Ahas; er sagte:
Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe.
Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen.
Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müßt ihr auch noch meinen Gott belästigen?
Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.

Psalm 24(23),1-2.3-4ab.5-6.

[Ein Psalm Davids.] Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet, ihn über Strömen befestigt.
Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn, wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz, der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.
Er wird Segen empfangen vom Herrn und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen, die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs. [Sela]

Evangelium nach Lukas 1,26-38.

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

«Er wird Sohn des Höchsten genannt werden... seine Herrschaft wird kein Ende haben»

Zeige dich, du liebenswertes Kind,
geboren von einer so keuschen Mutter,
die gebiert ohne einen Mann zu erkennen.
Zeige dich, du Mittler, in beiden Naturen.Geboren aus des Vaters Mund in der Zeit,
gezeugt durch sein Wort (Lk 1,38),
wohntest du im Schoß des Vaters (Joh 1,2),
Du, die ewige Weisheit (1 Kor 1,24).Du bist die Weisheit, die alles geschaffen hat (Spr 8,27),
den Himmel, das Licht und alle Dinge.
Das machtvolle Wort bist du, welches das All geschaffen hat (Hebr 1,3);
denn das Wort ist Gott (Joh 1,2).Der Schöpfer der Welt, ihr Erbauer,
Er gab dem Lauf der Zeiten seine Ordnung
und verlässliche Gesetze dem Universum.
Und blieb wohnen im Schoß des Vaters.Aber als in der Zeit verstrichen waren
zu Abertausenden die Jahre,
stiegst du herab, um sie aufzusuchen,
ddiese Welt, mit ihren alten Sünden...Er, Christus, konnte nicht ertragen den tiefen Fall
der Völker, die sich selbst zugrunde richten;
Er konnt´ es nicht ertragen,
dass das Werk des Vaters im Nichts verlorengeht. So nahm er einen Leib an, der sterblich war,
damit die Auferstehung unseres Fleisches
zerbreche des Todes Ketten
und uns den Weg zum Vater weise.Verspürst du nicht, o edle Jungfrau,
trotz deiner peinigenden Ahnungen,
wie sehr diese glorreiche Mutterschaft
den Glanz deiner Jungfräulichkeit erhöht?Dein reiner Schoß umschließt die gebenedeite Frucht,
die alle Schöpfung erfüllen wird mit Freude.
Durch Dich wird eine neue Welt geboren,
Du Morgenröte eines Tages, der aufleuchten wird wie von Gold.

Prudentius (348 - nach 405), spanischer Dichter