Samstag der 3. Adventswoche (17.12.2011)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
17 December 2011 16:44
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Jolanda

1. Lesung: Buch Genesis 49,2.8-10.
Psalm 72(71),3-4ab.7-8.17.
Evangelium nach Matthäus 1,1-17.
Kommentar «Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus... In ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt» (Eph 1,3-4)

 

Buch Genesis 49,2.8-10.

Kommt zusammen, ihr Söhne Jakobs, und hört, auf Israel hört, auf euren Vater!
Juda, dir jubeln die Brüder zu, deine Hand hast du am Genick deiner Feinde. Deines Vaters Söhne fallen vor dir nieder.
Ein junger Löwe ist Juda. Vom Raub, mein Sohn, wurdest du groß. Er kauert, liegt da wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer wagt, sie zu scheuchen?
Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der kommt, dem er gehört, dem der Gehorsam der Völker gebührt.

Psalm 72(71),3-4ab.7-8.17.

Dann tragen die Berge Frieden für das Volk und die Höhen Gerechtigkeit.
Er wird Recht verschaffen den Gebeugten im Volk, Hilfe bringen den Kindern der Armen, er wird die Unterdrücker zermalmen.
Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer, vom Strom bis an die Enden der Erde.
Sein Name soll ewig bestehen; solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name. Glücklich preisen sollen ihn alle Völker und in ihm sich segnen.

Evangelium nach Matthäus 1,1-17.

Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams:
Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern.
Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram,
Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon.
Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai,
Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war.
Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa,
Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija.
Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija,
Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija.
Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft.
Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiel, Schealtiel von Serubbabel,
Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor.
Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud,
Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob.
Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.
Im ganzen sind es also von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft vierzehn Generationen und von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus vierzehn Generationen.

«Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus... In ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt» (Eph 1,3-4)

 

Die Fleischwerdung des Logos, des Wortes Gotte, gilt der Vergangenheit und der Zukunft in gleicher Weise. Kein Zeitalter, auch nicht das am weitesten zurückliegende, musste das Sakrament des Heils der Menschen entbehren. Was die Apostel predigten und die Propheten angekündigt hatten und was zu allen Zeiten irgendwie geglaubt wurde, hat sich erst in der Spätzeit erfüllt. Gott in seiner Weisheit und Güte hat das Heilswerk zeitlich hinausgeschoben und uns so fähiger gemacht, auf seinen Ruf zu antworten... dank dieser weit zurückliegenden häufigen Ankündigungen. Es ist also nicht so, dass Gott, als er sich der menschlichen Geschicke annahm, damit seinen Ratschluss abgeändert hätte, und von spätem Erbarmen ergriffen worden wäre. Seit Erschaffung der Welt hat er für alle ein und denselben Heilsweg beschlossen. Die Gnade Gottes, durch die seit jeher alle seine Heiligen gerechtfertigt wurden, begann nicht erst mit der Geburt Christi zu wirken. Sie ist dadurch nur größer geworden. Diese geheimnisvolle große Liebe, von der jetzt die ganze Welt erfüllt ist, war in den Zeichen, die ihr vorausgingen, nicht weniger mächtig. Wer daran glaubte, als sie verheißen wurde, hat nicht weniger Nutzen davon gehabt als derjenige, der sie angenommen hat, als sie ihm geschenkt wurde. Meine geliebten Kinder, mit einer Güte, die ganz augenscheinlich ist, hat sich der Reichtum der Gnade Gottes über uns ergossen. Wir sind zu ewigem Leben berufen und werden nicht nur durch Vorbilder aus der Vergangenheit auferbaut, sondern haben die Wahrheit als solche erscheinen sehen in ihrer leiblich-sichtbaren Form. So müssen wir also den Geburtstag des Herrn mit inniger Freude feiern, mit einer Freude, die nicht von dieser Welt ist... Der Heilige Geist möge euch erleuchten, so dass ihr den erkennt, der uns in sich aufgenommen hat und den wir in uns aufgenommen haben; denn so wie der Herr Jesus in seiner Geburt zu unserem Fleisch geworden ist, so sind auch wir bei unserer Wiedergeburt zu seinem Leib geworden. Gott hat uns ein Beispiel seines Wohlwollens und seiner Demut gegeben...; gleichen wir uns dem Herrn in seiner Demut an, wenn wir ihm in seiner Herrlichkeit ähnlich sein wollen. Er selber wird uns helfen und uns führen, bis seine Verheißung eingelöst ist.  

Hl. Leo der Große (? - um 461), Papst und Kirchenlehrer