Freitag der 3. Adventswoche (16.12.2011)

Von: Evangelium Tag f¨r Tag - evangelizo.org
16 December 2011 07:54
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Adelheid,  Hl. Ado,  Hl. Dietrich,  Hl. Sturmius von Fulda

1. Lesung: Buch Jesaja 56,1-3a.6-8.
Psalm 67(66),2-3.5.7-8.
Evangelium nach Johannes 5,33-36.
Kommentar «Ich stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf» (Ps 132,17)

Buch Jesaja 56,1-3a.6-8.

So spricht der Herr: Wahrt das Recht und sorgt für Gerechtigkeit; denn bald kommt von mir das Heil, meine Gerechtigkeit wird sich bald offenbaren.
Wohl dem Mann, der so handelt, wohl dem Menschen, der daran fest hält, den Sabbat zu halten und nie zu entweihen und seine Hand vor jeder bösen Tat zu bewahren.
Der Fremde, der sich dem Herrn angeschlossen hat, soll nicht sagen: Sicher wird der Herr mich ausschließen aus seinem Volk. Der Verschnittene soll nicht sagen: Ich bin nur ein dürrer Baum.
Die Fremden, die sich dem Herrn angeschlossen haben, die ihm dienen und seinen Namen lieben, um seine Knechte zu sein, alle, die den Sabbat halten und ihn nicht entweihen, die an meinem Bund fest
sie bringe ich zu meinem heiligen Berg und erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.
Spruch Gottes, des Herrn, der die verstoßenen Israeliten sammelt: Noch mehr, als ich schon von ihnen gesammelt habe, will ich dort versammeln.

Psalm 67(66),2-3.5.7-8.

Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse über uns sein Angesicht leuchten, [Sela]
damit auf Erden sein Weg erkannt wird und unter allen Völkern sein Heil.
Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. Denn du richtest den Erdkreis gerecht. Du richtest die Völker nach Recht und regierst die Nationen auf Erden. [Sela]
Das Land gab seinen Ertrag. Es segne uns Gott, unser Gott.
Es segne uns Gott. Alle Welt fürchte und ehre ihn.

Evangelium nach Johannes 5,33-36.

Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt.
Ich aber nehme von keinem Menschen ein Zeugnis an, sondern ich sage dies nur, damit ihr gerettet werdet.
Jener war die Lampe, die brennt und leuchtet, und ihr wolltet euch eine Zeitlang an seinem Licht erfreuen.
Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes: Die Werke, die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe, diese Werke, die ich vollbringe, legen Zeugnis dafür ab, daß mich der Vater gesandt hat.

«Ich stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf» (Ps 132,17)

Als die ganze Schöpfung von der Finsternis des Teufels überwältigt war und die Dunkelheit der Sünde auf der Welt herrschte, hat eine neue Sonne, Christus unser Herr, in diesen letzten Zeiten, in der schon fortgeschrittenen Nacht, die ersten Strahlen eines aufkommenden Tages verbreiten wollen. Vor dem Erscheinen dieses Lichtes, also bevor „die Sonne der Gerechtigkeit“ (Mal 3,20) sich zeigte, hatte Gott durch seine Propheten – und das war wie eine Morgenröte – angekündigt: „Ich habe meine Propheten vor dem Licht ausgeschickt“ (Jer 7,25 Vulg). Später hat Christus selber seine Strahlen, das heißt seine Apostel gesandt, damit sich niemand in der Dunkelheit verirrt... Wir Menschen haben, um die vor dem Sonnenaufgang unerlässliche Aufgaben zu erfüllen, dem Licht eine Lampe vorangestellt. Die Sonne Christi hat nun aber auch eine Lampe, die seiner Ankunft vorausgeht, wie der Prophet in Psalm 132,17 sagt: „Ich stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf“. Der Herr sagt uns, um welche Lampe es sich handelt, und sagt über Johannes den Täufer: „Er ist die Lampe, die brennt und leuchtet“. Und Johannes selber sagt, als wäre er der schwache Schein einer Laterne, die man vor sich herträgt: „Es kommt aber einer der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren: er wird euch mit dem Heiligen Geist und Feuer taufen“ (Lk 3,16). Zur gleichen Zeit, als er erkannte, dass sein Licht von den Strahlen der Sonne überstrahlt werden würde, sagte er voraus: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Joh 3,30). Und tatsächlich, so wie der Lichtschein einer Laterne verblasst, wenn die Sonne aufgeht, so hat die Taufe der Umkehr des Johannes beim Aufkommen der Gnade Christi ihre Kraft verloren.  

Hl. Maximus von Turin (? - um 420), Bischof