Mittwoch der 2. Adventswoche (07.12.2011)

Von: Evangelium Tag f¨r Tag - evangelizo.org
07 December 2011 07:41
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Ambrosius

1. Lesung: Buch Jesaja 40,25-31.
Psalm 103(102),1-2.3-4.8.10.
Evangelium nach Matthäus 11,28-30.
Kommentar Das Lamm Gottes, sanft und demütig von Herzen

Buch Jesaja 40,25-31.

Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein?, spricht der Heilige.
Hebt eure Augen in die Höhe, und seht: Wer hat die (Sterne) dort oben erschaffen? Er ist es, der ihr Heer täglich zählt und heraufführt, der sie alle beim Namen ruft. Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen.
Jakob, warum sagst du, Israel, warum sprichst du: Mein Weg ist dem Herrn verborgen, meinem Gott entgeht mein Recht?
Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht.
Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke.
Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen.
Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

Psalm 103(102),1-2.3-4.8.10.

[Von David.] Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt,
Der Herr ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

Evangelium nach Matthäus 11,28-30.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Das Lamm Gottes, sanft und demütig von Herzen

Herr, schicke uns das Lamm; des Lammes bedürfen wir und  nicht des Löwen (Offb 5,5-6). Das Lamm ist nicht reizbar und gerät nicht außer sich. Das Lamm gibt uns seine schneeweiße Wolle, damit in uns das, was erkaltet ist, wieder warm wird, und was nackt ist zugedeckt wird. Das Lamm gibt uns sein Fleisch zu essen aus Furcht, wir könnten unterwegs vor Schwäche umkommen. Lass dein Lamm voller Weisheit sein; denn in seiner göttlichen Klugheit wird es den Geist des Stolzes überwinden. Lass es voller Kraft sein; denn es heißt, dass „der Herr stark und gewaltig ist und mächtig im Kampf“ (Ps 24,8). Lass es ganz sanft sein, denn es wird herabfallen wie der Tau... (Ps 71,6 Vulg). Sende es als Opfer; denn es muss verkauft und geopfert werden, um uns zu erlösen (Mt 26,15; Joh 19,36; Ex 12,46). Sende es nicht, um die Sünder zu verderben; denn gerade sie muss es rufen und nicht die Gerechten“ (Mt 9,13). Und sende es als Lamm, das würdig ist, Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht, würdig, das Buch zu nehmen und seine sieben Siegel zu öffnen“ (Offb 4,11; 5,9): also das unaussprechliche Geheimnis der Menschwerdung zu offenbaren.

Hl. Petrus von Cella (um 1115-1183), Mönch, später Bischof