2. Adventssonntag (04.12.2011)

Von: Evangelium Tag f¨r Tag - evangelizo.org
04 December 2011 10:19
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Barbara,  Hl. Johannes von Damaskus,  Sel. Adolph Kolping

1. Lesung: Buch Jesaja 40,1-5.9-11.
Psalm 85(84),9ab-10.11-12.13-14.
2. Lesung: Zweiter Brief des Apostel Petrus 3,8-14.
Evangelium nach Markus 1,1-8.
Kommentar «Ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren»

Buch Jesaja 40,1-5.9-11.

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.
Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, daß ihr Frondienst zu Ende geht, daß ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des Herrn für all ihre Sünden.
Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!
Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben.
Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.
Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott.
Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.
Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam.

Psalm 85(84),9ab-10.11-12.13-14.

Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. [Sela]
Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.
Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sproßt aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.
Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

2. Lesung: Zweiter Brief des Apostel Petrus 3,8-14.

Evangelium nach Markus 1,1-8.

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes:
Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen.
Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!
So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig.
Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

«Ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren»

Jesus kam zu Johannes um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden. (Mt 3,13-14)] In deiner Gegenwart, Herr Jesus, kann ich nicht schweigen, denn „ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Bereitet dem Herrn den Weg. Ich müsste mich von dir taufen lassen und du kommst zu mir.“... Im Anfang warst du, du warst bei Gott und du warst Gott (Joh 1,1); du bist der Abglanz der Herrlichkeit des Vaters und das Abbild seines Wesens (Hebr 1,3); du bist das wahre Licht, das in die Welt kam und jeden Menschen erleuchtet (Joh 1,9); du hast Fleisch angenommen und bei uns gewohnt; du wurdest wie ein Sklave und den Menschen gleich (Phil 2,7); du, der den Himmel und die Erde durch seinen heiligen Namen wie durch eine Brücke verbunden hat: du kommst zu mir? Du, der so Große zu mir Armen? Du König zum Wegbereiter, der Herr zum Diener... Ich weiß, welcher Abgrund die Erde vom Schöpfer trennt. Ich weiß, welcher Unterschied besteht zwischen dem Ackerboden und dem, der ihn geformt hat (Gen 2,7). Ich weiß, wie sehr die Sonne der Gerechtigkeit mir überlegen ist, der ich eine Lampe bin von deiner Gnade (Mal 3,20; Joh 5,35). Obwohl du in strahlendes Licht gekleidet bist, erkenne ich mich als Diener und tue deine Größe kund. „Ich bin es nicht wert, deine Schuhe aufzuschnüren.“ Und wie könnte ich es wagen, dein Haupt zu berühren? Wie die Hand über dir ausstrecken, „der du den Himmel wie ein Zelt ausspannst“ und „die Erde über den Wassern gegründet hast“ (Ps 104,2; 136,6)... Wie soll ich über dich beten, wo du sogar die Gebete derer annimmst, die dich nicht kennen?

Homilie, zugeschrieben dem hl. Gregor dem Wundertäter (um 213 – um 270), Bischof