Fest des Hl. Andreas, Apostel (30.11.2011)

Von: Evangelium Tag f¨r Tag - evangelizo.org
30 November 2011 07:31
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Andreas

1. Lesung: Brief des Apostel Paulus an die Römer 10,9-18.
Psalm 19(18),2-3.4-5.
Evangelium nach Matthäus 4,18-22.
Kommentar «Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen»

Brief des Apostel Paulus an die Römer 10,9-18.

denn wenn du mit deinem Mund bekennst: «Jesus ist der Herr» und in deinem Herzen glaubst: «Gott hat ihn von den Toten auferweckt», so wirst du gerettet werden.
Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.
Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.
Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen.
Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?
Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist? Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen!
Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden. Denn Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?
So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.
Aber, so frage ich, haben sie die Boten etwa nicht gehört? Doch, sie haben sie gehört; denn ihre Stimme war in der ganzen Welt zu hören und ihr Wort bis an die Enden der Erde.

Psalm 19(18),2-3.4-5.

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund,
ohne Worte und ohne Reden, unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus, ihre Kunde bis zu den Enden der Erde. Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut.

Evangelium nach Matthäus 4,18-22.

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie,
und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

«Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen»

Als du die Stimme seines Vorläufers gehört hattest..., als das Wort Fleisch geworden war und der Erde die frohe Botschaft von der Rettung gebracht hatte, da bist du ihm nachgefolgt und hast dich als Erstlingsgabe, als erste Opfergabe dem angeboten, den du nachher bekannt gemacht hast. Du hast deinem Bruder bedeutet, dass er unser Gott ist (Joh 1,35-41). Bitte ihn, unsere Seele zu retten und zu erleuchten... Du gibst den Fischfang auf, um Menschen zu fischen. Als Angel benützt du die Predigt und als Haken den Glauben. Du hast alle Völker aus den Tiefen des Irrtums heraufgezogen, du, Andreas,  Bruder des Apostelfürsten. Deine Stimme ertönte, damit die ganze Erde unterwiesen werde. Komm und erleuchte alle, die deinen liebenswürdigen Gedenktag feierlich begehen, alle, die in der Finsternis leben... Andreas, den du, Herr, als ersten deiner Jünger berufen hast,  hat die gleiche Passion wie du erlebt. Auch im Tod hat er dich nachgeahmt. Durch dein Kreuz hat er solche aus den Tiefen des Unwissens herausgezogen, die sich darin verirrt hatten, um sie zu dir zu bringen. Daher rühmen und preisen wir dich, den Herrn der Güte. Auf seine Fürsprache schenke unsern Seelen Frieden... Freu dich, Andreas. Allenthalben sprichst du von der Herrlichkeit des Herrn, wie sie die Himmel rühmen (Ps 19,2). Als erster bist du dem Ruf Christi gefolgt und bist sein vertrauter Gefährte geworden. Du hast dir seine Güte zum Vorbild genommen und hast sein Licht auf alle gelenkt, die in der Finsternis leben. Deshalb begehen wir feierlich dein Fest und jubeln: „Seine Botschaft geht in die ganze Welt hinaus, seine Kunde bis an die Enden der Erde“ (Ps 19,5).    

Byzantinische Liturgie