Samstag der 34. Woche im Jahreskreis (26.11.2011)

Von: Evangelium Tag f¨r Tag - evangelizo.org
26 November 2011 11:18
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Konrad und Hl. Gebhard

1. Lesung: Buch Daniel 7,15-27.
Buch Daniel 3,82.83.84.85.86.87.
Evangelium nach Lukas 21,34-36.
Kommentar «Vor den Menschensohn hintreten»

Buch Daniel 7,15-27.

Darüber war ich, Daniel, im Geist bekümmert, und was mir vor Augen stand, erschreckte mich.
Ich wandte mich an einen der Umstehenden und bat ihn, mir das alles genau zu erklären. Er deutete mir die Vorgänge und sagte:
Diese großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten vier Könige, die sich auf der Erde erheben werden.
Das Königtum aber werden die Heiligen des Höchsten erhalten und sie werden es behalten für immer und ewig.
Dann wollte ich noch Genaueres über das vierte Tier erfahren, das Tier, das anders war als alle anderen, ganz furchtbar anzusehen, mit Zähnen aus Eisen und mit Klauen aus Bronze, das alles fraß und zermalmte, und was übrig blieb, mit den Füßen zertrat.
Auch (wollte ich Genaueres erfahren) über die zehn Hörner an seinem Kopf und über das andere Horn, das emporgewachsen war und vor dem die drei Hörner abgefallen waren, das Horn, das Augen und einen Mund hatte, der anmaßend redete, und das schließlich größer als die anderen zu sein schien.
Ich sah dieses Horn gegen die Heiligen kämpfen. Es überwältigte sie,
bis der Hochbetagte kam. Da wurde den Heiligen des Höchsten Recht verschafft und es kam die Zeit, in der die Heiligen das Königtum erhielten.
Der (Engel) antwortete mir: Das vierte Tier bedeutet: Ein viertes Reich wird sich auf der Erde erheben, ganz anders als alle anderen Reiche. Es wird die ganze Erde verschlingen, sie zertreten und zermalmen.
Die zehn Hörner bedeuten: In jenem Reich werden zehn Könige regieren; doch nach ihnen kommt ein anderer. Dieser ist ganz anders als die früheren. Er stürzt drei Könige,
er lästert über den Höchsten und unterdrückt die Heiligen des Höchsten. Die Festzeiten und das Gesetz will er ändern. Ihm werden die Heiligen für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit ausgeliefert.
Dann aber wird Gericht gehalten. Jenem König wird seine Macht genommen; er wird endgültig ausgetilgt und vernichtet.
Die Herrschaft und Macht und die Herrlichkeit aller Reiche unter dem ganzen Himmel werden dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.

Buch Daniel 3,82.83.84.85.86.87.

Preist den Herrn, ihr Menschen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Israeliten; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr seine Priester; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr seine Knechte; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Geister und Seelen der Gerechten; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Demütigen und Frommen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Evangelium nach Lukas 21,34-36.

Nehmt euch in acht, daß Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und daß jener Tag euch nicht plötzlich überrascht,
(so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

«Vor den Menschensohn hintreten»

Wir flehen dich an, Herr, du guter Gott, dass die Entfaltung des Mysteriums des Heiles, das uns in deinem eingeborenen Sohn erwirkt worden ist, uns nicht zur Verdammnis werde, dass er „uns nicht von seinem Angesicht verwirft“. Verabscheue nicht unseren beklagenswerten Zustand, sondern hab Mitleid mit uns in deiner großen Barmherzigkeit. „Tilge unsere Schuld nach deinem unendlichen Erbarmen“. So werden wir, wenn wir vor deiner Herrlichkeit erscheinen, keineswegs Verdammnis verdienen, sondern geschützt sein von deinem eingeborenen Sohn, und wir werden nicht verworfen wie schlechte Diener... Ja, Meister, allmächtiger Herr, höre unser Flehen: „Wir kennen keinen anderen Gott als dich“. Wir rufen deinen Namen an, denn du bist „der, der alles in allem bewirkt“, und bei dir suchen wir Hilfe. „Blick vom Himmel herab, Herr, und sieh her von deiner heiligen, herrlichen Wohnung. Wo ist dein leidenschaftlicher Eifer und deine Macht, dein großes Mitleid und dein Erbarmen? Du bist doch unser Vater: Abraham weiß nichts von uns... Du Herr, unser Vater, befreie uns; denn von jeher ist dein Name über uns ausgerufen“, so wie der Name deines eingeborenen Sohnes und der deines Heiligen Geistes. „Warum, Herr, lässt du uns von deinen Wegen abirren?... Warum hast du uns unserem Eigensinn überlassen, und hast es zugelassen, dass wir von deinen Wegen so weit abkommen?“  Lass deine Diener zu dir zurückkehren, im Namen deiner heiligen Kirche, im Namen all deiner Heiligen aus vergangenen Zeiten... „Ach, wenn du doch die Himmel aufreißen würdest! Die Berge würden vor dir erzittern, sie würden wie Wachs schmelzen im Feuer... Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, hat kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer Dir... Du bist unser Vater... Wir alle sind das Werk deiner Hände... Wir alle sind dein Volk“.
(Quelle: Ps 51,13.3; Jdt 8,20; 1 Kor 12,6; Jes 63,15-19 LXX; Ps 97,5; Jes 64,3.7-8)  

Hl. Maximus der Bekenner (ca. 580-662), Mönch und Kirchenschriftsteller