Montag der 1. Adventswoche (04.12.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
04 December 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Sel. Adolph Kolping

1. Lesung: Buch Jesaja 4,2-6.
Psalm 122(121),1-3.4-5.6-7.8-9.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 8,5-11.
Kommentar ?Viele werden von Osten und Westen kommen und [...] im Himmelreich zu Tisch sitzen?

Buch Jesaja 4,2-6.

An jenem Tag wird, was der Herr sprossen lässt, für alle Israeliten, die entronnen sind, eine Zierde und Ehre sein; die Früchte des Landes sind ihr Stolz und Ruhm.
Dann wird der Rest von Zion, und wer in Jerusalem noch übrig ist, heilig genannt werden, jeder, der in Jerusalem in das Verzeichnis derer, die am Leben bleiben sollen, eingetragen ist.
Wenn der Herr durch den Sturm des Gerichts und den Sturm der Läuterung von den Töchtern Zions den Kot abgewaschen und aus Jerusalems Mitte die Blutschuld weggespült hat,
dann kommt er, und über dem ganzen Gebiet des Berges Zion und seinen Festplätzen erscheint bei Tag eine Wolke und bei Nacht Rauch und eine strahlende Feuerflamme. Denn über allem liegt als Schutz und Schirm die Herrlichkeit des Herrn;
sie spendet bei Tag Schatten vor der Hitze und ist Zuflucht und Obdach bei Unwetter und Regen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 122(121),1-3.4-5.6-7.8-9.

Ich freute mich, als man mir sagte:
?Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, du starke Stadt,
dicht gebaut und fest gefügt.Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,
wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
die Throne des Hauses David.Erbittet für Jerusalem Frieden!
Wer dich liebt, sei in dir geborgen.
Friede wohne in deinen Mauern,
in deinen Häusern Geborgenheit.Wegen meiner Brüder und Freunde
will ich sagen: In dir sei Friede.
Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes,
will ich dir Glück erflehen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 8,5-11.

In jener Zeit als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.
Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Viele werden von Osten und Westen kommen und [...] im Himmelreich zu Tisch sitzen?

Zahlreich sind in der Schrift die Beweise dafür, dass die Heidenvölker nicht weniger Gnaden empfangen haben als das Volk der Juden. Wenn die Juden [...] teilhaben am Segen Abrahams, des Freundes Gottes, weil sie seine Nachkommen sind, so wollen wir uns daran erinnern, dass Gott zugesagt hat, den Heiden einen Segen zu geben, der nicht nur dem Segen des Abraham ähnlich ist, sondern auch dem Isaaks und Jakobs. Er hat ausdrücklich vorhergesagt, dass alle Nationen in gleichem Maße gesegnet sein werden, und er lädt alle Völker ein zu derselben Freude, die die seligen Freunde Gottes haben: ?Preist, ihr Völker, sein Volk!? (Dt 32,43) und weiter: ?Versammelt sind die Fürsten der Völker als Volk des Gottes Abrahams? (Ps 46(47),10).

 

Wenn sich Israel des Reiches Gottes als seines Erbes rühmt, so zeigen ihm die göttlichen Prophezeiungen, dass Gott auch über die anderen Völker herrschen wird: ?Verkündet bei den Nationen: Der HERR ist König!? (Ps 95(96),10), und weiter: ?Gott wurde König über die Völker? (Ps 46(47),9). Wenn die Juden auserwählt wurden, die Priester Gottes zu sein und ihm zu huldigen [...] so hat das Wort Gottes versprochen, die Nationen am selben Dienst teilhaben zu lassen: ?Bringt dar dem HERRN, ihr Stämme der Völker, bringt dar dem HERRN Ehre und Macht [?] Bringt Gaben und tretet ein in die Höfe seines Heiligtums!? (Ps 95(96),7?8) [...]

 

Und wenn einstmals, in einer ersten Zeit, ?der HERR sich sein Volk als Anteil nahm, Jakob sein Erbteil wurde? (vgl. Dt 32,9 LXX), so sagt in einer zweiten Zeit die Schrift, dass alle Völker dem Herrn zum Erbe gegeben werden, gemäß dem Wort des Vaters: ?Fordere von mir und ich gebe dir die Völker zum Erbe? (Ps 2,8). Die Prophezeiung verkündet auch, dass er nicht nur in Judäa, sondern ?herrschen wird von Meer zu Meer und bis zu den Enden der Erde; alle Völker werden ihm dienen und in ihm werden alle Geschlechter der Erde gesegnet? (vgl. Ps 71(72),8?11.17). So ?hat der HERR hat sein Heil bekannt gemacht [...] vor den Augen der Völker? (vgl. Ps 97(98),2).

 

    

Hl. Eusebius von Caesarea (um 265-340), Mönch, Bischof, Theologe, Geschichtsschreiber