Freitag der 34. Woche im Jahreskreis (01.12.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
01 December 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Sel. Charles de Foucauld

1. Lesung: Buch Daniel 7,2-14.
Buch Daniel 3,75.76.77.78.79.80.81.
2. Lesung:
Evangelium nach Lukas 21,29-33.
Kommentar ?Das Reich Gottes ist nahe?

Buch Daniel 7,2-14.

Ich, Daniel, hatte während der Nacht eine Vision: Die vier Winde des Himmels wühlten das große Meer auf.
Dann stiegen aus dem Meer vier große Tiere herauf; jedes hatte eine andere Gestalt.
Das erste war einem Löwen ähnlich, hatte jedoch Adlerflügel. Während ich es betrachtete, wurden ihm die Flügel ausgerissen; es wurde vom Boden emporgehoben und wie ein Mensch auf zwei Füße gestellt und es wurde ihm ein menschliches Herz gegeben.
Dann erschien ein zweites Tier; es glich einem Bären und war nach einer Seite hin aufgerichtet. Es hielt drei Rippen zwischen den Zähnen in seinem Maul und man ermunterte es: Auf, friss noch viel mehr Fleisch!
Danach sah ich ein anderes Tier; es glich einem Panther, hatte aber auf dem Rücken vier Flügel, wie die Flügel eines Vogels; auch hatte das Tier vier Köpfe; ihm wurde die Macht eines Herrschers verliehen.
Danach sah ich in meinen nächtlichen Visionen ein viertes Tier; es war furchtbar und schrecklich anzusehen und sehr stark; es hatte große Zähne aus Eisen. Es fraß und zermalmte alles, und was übrig blieb, zertrat es mit den Füßen. Von den anderen Tieren war es völlig verschieden. Auch hatte es zehn Hörner.
Als ich die Hörner betrachtete, da wuchs zwischen ihnen ein anderes, kleineres Horn empor und vor ihm wurden drei von den früheren Hörnern ausgerissen; und an diesem Horn waren Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das anmaßend redete.
Ich sah immer noch hin; da wurden Throne aufgestellt und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder waren loderndes Feuer.
Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz und es wurden Bücher aufgeschlagen.
Ich sah immer noch hin, bis das Tier - wegen der anmaßenden Worte, die das Horn redete - getötet wurde. Sein Körper wurde dem Feuer übergeben und vernichtet.
Auch den anderen Tieren wurde die Herrschaft genommen. Doch ließ man ihnen das Leben bis zu einer bestimmten Frist.
Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt.
Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Buch Daniel 3,75.76.77.78.79.80.81.

Preist den Herrn, ihr Berge und Hügel;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, all ihr Gewächse auf Erden;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Quellen;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Meere und Flüsse;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!Preist den Herrn, ihr Tiere des Meeres.
Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, all ihr Vögel am Himmel;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, all ihr Tiere, wilde und zahme;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Lukas 21,29-33.

In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Das Reich Gottes ist nahe?

Dir sei Dank, Herr Jesus Christus! Wir stehen vor dir, wir erwarten dein Kommen. ?Noch kurze Zeit [...] und wieder eine kurze Zeit? (Joh 16,16), so erneuerst du immer wieder deine Verheißungen. Ich aber habe ein für alle Mal mein Vertrauen in deine Verheißungen gesetzt. Doch ?hilf meinem Unglauben!? (Mk 9,24), damit ich, darin verharrend, dich erwarte und immer wieder erwarte, bis ich endlich das sehen werde, was ich jetzt noch glaube. Ja: ?Ich aber bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden? (Ps 27(26),13).

 

Und du mein Bruder, glaubst du das? Dann ?hoffe auf den Herrn, und sei stark! Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!? (Ps 27(26),14) [...] auch wenn er verlangt, sich in Geduld zu üben, so verheißt er doch, bald zu kommen. Denn mal erzieht er uns zur Geduld, mal tröstet er die Entmutigten; er schreckt die Nachlässigen auf und treibt die Faulen an. ?Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn, und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht? (Off 22,12) und an Jerusalem gewandt fügt er hinzu: Dein Heil ist nahe; warum lässt du dich von Traurigkeit verzehren?

 

Es ist wahr, dass die Zeit kurz ist (vgl. 1 Kor 7,29), besonders für uns, auch wenn sie für denjenigen, der sich aus Leiden oder aus Liebe verzehrt, lang erscheint [...] Er wird kommen, er kommt ganz sicher, dieser Herr: das Ziel unserer Verehrung und unserer Liebe; der Frieden und der Lohn all jener, die leiden; die Zärtlichkeit und Nähe aller, die ihn lieben; die Seligkeit aller, Jesus Christus, unser Retter.

    

Sel. Guerricus von Igny (um 1080-1157), Zisterzienserabt