Freitag der 31. Woche im Jahreskreis (10.11.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
10 November 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Leo der Große

1. Lesung: Brief des Apostels Paulus an die Römer 15,14-21.
Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.
2. Lesung:
Evangelium nach Lukas 16,1-8.
Kommentar Lasst uns ewige Schätze sammeln

Brief des Apostels Paulus an die Römer 15,14-21.

Meine Brüder, ich bin fest davon überzeugt, dass ihr viel Gutes tut, dass ihr reiche Erkenntnis besitzt und selbst imstande seid, einander zurechtzuweisen.
Um euch aber einiges in Erinnerung zu rufen, habe ich euch einen teilweise sehr deutlichen Brief geschrieben. Ich tat es kraft der Gnade, die mir von Gott gegeben ist,
damit ich als Diener Christi Jesu für die Heiden wirke und das Evangelium Gottes wie ein Priester verwalte; denn die Heiden sollen eine Opfergabe werden, die Gott gefällt, geheiligt im Heiligen Geist.
In Christus Jesus kann ich mich also vor Gott rühmen.
Denn ich wage nur von dem zu reden, was Christus, um die Heiden zum Gehorsam zu führen, durch mich in Wort und Tat bewirkt hat,
in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes. So habe ich von Jerusalem aus in weitem Umkreis bis nach Illyrien überallhin das Evangelium Christi gebracht.
Dabei habe ich darauf geachtet, das Evangelium nicht dort zu verkündigen, wo der Name Christi schon bekannt gemacht war, um nicht auf einem fremden Fundament zu bauen;
denn es heißt in der Schrift: Sehen werden die, denen nichts über ihn verkündet wurde, und die werden verstehen, die nichts gehört haben.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.

Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Lukas 16,1-8.

In jener Zeit sagte Jesus zu seinen Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen.
Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.
Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich.
Doch - ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.
Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?
Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin, und schreib «fünfzig».
Dann fragte er einen andern: Wieviel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, und schreib «achtzig».
Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Lasst uns ewige Schätze sammeln

Die Welt vergeht, wir vergehen mit ihr. Könige, Kaiser, alles vergeht. Wir werden von der Ewigkeit verschlungen und kommen nicht wieder. Es geht nur um das Eine: die Rettung der armen Seele. Die Heiligen waren nicht an die Güter der Welt gebunden, den Gütern des Himmels galt ihr Denken. Die Menschen der Welt dagegen denken nur an den Augenblick.

 

Wir müssen es machen wie die Könige. Wenn sie den Thron zu verlieren drohen, bringen sie ihre Schätze in Sicherheit ? die warten dann schon auf sie! Ebenso handelt ein guter Christ: er schickt alle seine guten Werke voraus ans Tor des Himmels [?]

 

Die Erde ist nur eine Brücke über das Wasser, sie dient nur dazu, unseren Füßen einen Halt zu geben. Wir sind auf der Welt, aber nicht von der Welt, denn wir sagen doch stets: ?Unser Vater im Himmel [?]? Unsere Belohnung dürfen wir also erst erwarten, wenn wir zu Hause sind: im Haus des Vaters.

    

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney (1786-1859), Priester, Pfarrer von Ars