Freitag der 26. Woche im Jahreskreis (06.10.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
06 October 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Bruno von Chartreuse

1. Lesung: Buch Baruch 1,15-22.
Psalm 79(78),1-2.3-4.5.8.9.
2. Lesung:
Evangelium nach Lukas 10,13-16.
Kommentar ?Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab?

Buch Baruch 1,15-22.

Der Herr, unser Gott, ist im Recht; uns aber treibt es bis heute die Schamröte ins Gesicht, den Leuten von Juda und den Bewohnern Jerusalems,
unseren Königen und Beamten, unseren Priestern und Propheten und unseren Vätern;
denn wir haben gegen den Herrn gesündigt
und ihm nicht gehorcht. Wir haben auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, nicht gehört und die Gebote nicht befolgt, die der Herr uns vorgelegt hat.
Von dem Tag an, als der Herr unsere Väter aus Ägypten herausführte, bis auf den heutigen Tag waren wir ungehorsam gegen den Herrn, unseren Gott. Wir hörten sehr bald nicht mehr auf seine Stimme.
So hefteten sich an uns das Unheil und der Fluch, den der Herr durch seinen Diener Mose androhen ließ am Tag, als er unsere Väter aus Ägypten herausführte, um uns ein Land zu geben, in dem Milch und Honig fließen, und so ist es noch heute.
Wir haben nicht auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehört und auf alle Reden der Propheten, die er zu uns gesandt hat.
Jeder von uns folgte der Neigung seines bösen Herzens; wir dienten anderen Göttern und taten, was dem Herrn, unserem Gott, missfällt.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 79(78),1-2.3-4.5.8.9.

Gott, die Heiden sind eingedrungen in dein Erbe,
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht
und Jerusalem in Trümmer gelegt.
Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben
den Vögeln des Himmels,
die Leiber deiner Frommen den Tieren des Feldes.Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem,
und keiner hat sie begraben.
Zum Schimpf sind wir geworden in den Augen der Nachbarn,
zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen?
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?
Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an!
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen!
Denn wir sind sehr erniedrigt.Um der Ehre deines Namens willen
hilf uns, du Gott unsres Heils!
Um deines Namens willen reiß uns heraus
und vergib uns die Sünden!
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Lukas 10,13-16.

In jener Zeit sprach Jesus: Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind - man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.
Tyrus und Sidon wird es beim Gericht nicht so schlimm ergehen wie euch.
Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen.
Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab?

Wie der Atem des Menschen durch das Haupt zu den Gliedern gelangt, um sie zu beleben, so kommt durch Christus der Heilige Geist zu den Christen. Das Haupt ist Christus, die Glieder sind die Christen. Es gibt ein Haupt und viele Glieder, einen Leib, der aus dem Haupt und den Gliedern besteht, und in dem einen Leib den einen Geist, der im Haupt in Fülle ist, und an dem die Glieder teilhaben. Wenn es also nur einen Leib gibt, dann gibt es auch nur einen Geist. Wer nicht in dem Leib ist, kann nicht vom Geist belebt werden gemäß dem Schriftwort: ?Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm? (Röm 8,9). Denn wer den Geist Christi nicht hat, ist kein Glied Christi.

 

Nichts, was zum Leib gehört, ist tot; nichts, was vom Leib getrennt ist, ist lebendig. Durch den Glauben werden wir Glieder; durch die Liebe sind wir lebendig gemacht. Durch den Glauben gewinnen wir die Einheit; durch die Liebe empfangen wir das Leben. Das Sakrament der Taufe macht uns eins; der Leib und das Blut Christi machen uns lebendig. Durch die Taufe werden wir Glieder des Leibes; durch den Leib Christi haben wir Anteil an seinem Leben.

    

Hugo von St. Victor (um 1097-1141), Regularkanoniker, Theologe