Dienstag der 22. Woche im Jahreskreis (05.09.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
05 September 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Teresia (Mutter Teresa)

1. Lesung: Erster Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 5,1-6.9-11.
Psalm 27(26),1.4.13-14.
2. Lesung:
Evangelium nach Lukas 4,31-37.
Kommentar ?Schweig und verlass ihn!?

Erster Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 5,1-6.9-11.

Über Zeit und Stunde, Brüder, brauche ich euch nicht zu schreiben.
Ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht.
Während die Menschen sagen: Friede und Sicherheit!, kommt plötzlich Verderben über sie wie die Wehen über eine schwangere Frau, und es gibt kein Entrinnen.
Ihr aber, Brüder, lebt nicht im Finstern, so dass euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann.
Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis.
Darum wollen wir nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein.
Denn Gott hat uns nicht für das Gericht seines Zorns bestimmt, sondern dafür, dass wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, das Heil erlangen.
Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben, ob wir nun wachen oder schlafen.
Darum tröstet und ermahnt einander und einer richte den andern auf, wie ihr es schon tut.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 27(26),1.4.13-14.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.Ich bin gewiss, zu schauen
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Lukas 4,31-37.

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat.
Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht.
In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen.
Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen.
Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Schweig und verlass ihn!?

Die Taufe, das Bad der Heiligkeit, wäscht zwar den Schmutz unserer Sünde ab, hebt aber die Zwiespältigkeit unseres Wollens nicht auf und hindert die bösen Geister nicht daran, gegen uns anzukämpfen und uns weiterhin zu täuschen [...] Die Gnade Gottes aber hat ihren Sitz in der Tiefe unserer Seele, also in unserem Verstand. Es heißt nun tatsächlich: alle Herrlichkeit der Königstochter ist in ihrem Inneren (Ps 44(45),14). Sie ist für die Dämonen nicht sichtbar. Deshalb spüren wir, wenn wir uns mit Inbrunst Gott zuwenden, wie aus der Tiefe unseres Herzens die Sehnsucht nach Gott hervorquillt. Dann aber machen sich die bösen Geister die Erschlaffung unseres Fleisches zu Nutze: sie springen auf unsere Sinne und nisten sich dort ein [...] So freut sich also nach einem Wort des hl. Apostels Paulus zwar unser Verstand immer am Gesetz Gottes (Röm 7,22), die Sinne aber wollen sich den Abhang der Lüste hinunterziehen lassen [...]

 

?Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst? (Joh 1,5) [...] das Wort Gottes, das wahre Licht, hat es für gut befunden, sich der Schöpfung in ihrem eigenen Fleisch zu offenbaren und in seiner unermesslichen Liebe zum Menschen in uns das Licht der Erkenntnis Gottes aufleuchten zu lassen. Der Geist der Welt hat die Absicht Gottes nicht erfasst ? also Gott nicht erkannt [...] und doch fügt der Evangelist Johannes, der begnadete Theologe, hinzu: ?Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben? (V. 9?12) [...] Es ist nicht Satan, der ? nach dem Wort des Evangelisten ? das wahre Licht nicht erfasst hat, denn es ist ihm von Anbeginn an fremd, da es ja nicht in ihm leuchtet. Der Evangelist brandmarkt mit diesem Wort vielmehr die Menschen, die die Kraft und die Wunder Gottes wahrnehmen, aber aufgrund ihres verstockten Herzens sich dem Licht der Erkenntnis Gottes nicht nähern wollen.

    

Diadochos von Photike (um 400-?), Bischof