Freitag der 18. Woche im Jahreskreis (11.08.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
11 August 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Klara

1. Lesung: Deuteronomium 4,32-40.
Psalm 77(76),12-13.14-15.16.21.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 16,24-28.
Kommentar Er nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach

Deuteronomium 4,32-40.

Mose sprach zum Volk; er sagte: Forsche doch einmal in früheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tag, als Gott den Menschen auf der Erde schuf; forsche nach vom einen Ende des Himmels bis zum andern Ende: Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses, und hat man je solche Worte gehört?
Hat je ein Volk einen Gott mitten aus dem Feuer im Donner sprechen hören, wie du ihn gehört hast, und ist am Leben geblieben?
Oder hat je ein Gott es ebenso versucht, zu einer Nation zu kommen und sie mitten aus einer anderen herauszuholen unter Prüfungen, unter Zeichen, Wundern und Krieg, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm und unter großen Schrecken, wie es der Herr, euer Gott, in Ägypten mit euch getan hat, vor deinen Augen?
Das hast du sehen dürfen, damit du erkennst: Jahwe ist der Gott, kein anderer ist außer ihm.
Vom Himmel herab ließ er dich seinen Donner hören, um dich zu erziehen. Auf der Erde ließ er dich sein großes Feuer sehen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört.
Weil er deine Väter liebgewonnen hatte, hat er alle Nachkommen eines jeden von ihnen erwählt und dich dann in eigener Person durch seine große Kraft aus Ägypten geführt,
um bei deinem Angriff Völker zu vertreiben, die größer und mächtiger sind als du, um dich in ihr Land zu führen und es dir als Erbbesitz zu geben, wie es jetzt geschieht.
Heute sollst du erkennen und dir zu Herzen nehmen: Jahwe ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst.
Daher sollst du auf seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, achten, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt für alle Zeit.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 77(76),12-13.14-15.16.21.

Ich denke an die Taten des Herrn,
ich will denken an deine früheren Wunder.
Ich erwäge all deine Werke
und will nachsinnen über deine Taten.Gott, dein Weg ist heilig.
Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott?
Du allein bist der Gott, der Wunder tut,
du hast deine Macht den Völkern kundgetan.Du hast mit starkem Arm dein Volk erlöst,
die Kinder Jakobs und Josefs.
Du führtest dein Volk wie eine Herde
durch die Hand von Mose und Aaron.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 16,24-28.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.
Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Er nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach

Damit er den geheimnisvollen Plan seiner Liebe erfüllt, nimmt der Herr Knechtsgestalt an und erniedrigt sich aus freiem Willen bis zum Tod am Kreuz (Phil 2,8). Mittels dieser sichtbaren Erniedrigung bewirkt er unsere Erhöhung bis in den Himmel, die innerlich ist und unsichtbar. Sieh wohin wir seit Anbeginn gefallen waren; begreife gut, dass wir durch den ewigen Plan der Weisheit und der Liebe dem Leben wieder gegeben worden sind. Mit Adam waren wir des Hochmutes wegen gefallen, deshalb erniedrigen wir uns jetzt in Christus, um die alte Schuld durch ein entgegengesetztes, tugendhaftes Tun zu entfernen. Wir haben Gott durch unseren Hochmut erzürnt, nun gefallen wir ihm durch unsere Demut.

 

Freuen wir uns, rühmen wir uns im Herrn, der seinen Kampf und seinen Sieg zu dem unsrigen gemacht hat, wenn er sagt: ?habt Mut: Ich habe die Welt besiegt? (Joh 16,33) [...] Er, der Unsichtbare, wird für uns kämpfen und in uns siegen. Dann wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden (vgl. Joh 12,31), denn wenn er auch nicht aus der Welt geworfen wird, wo er überall zugegen ist, wird er doch aus dem Herzen des Menschen verjagt: Wenn nämlich der Glaube in uns eindringt, stößt er ihn hinaus, um Christus Platz einzuräumen, dessen Gegenwart die Sünde hinausbefördert [...]

 

Mögen die Redner ihre Wortgewalt behalten, die Philosophen ihre Weisheit, die Könige ihre Königsreiche: für uns ist Christus der Ruhm, der Reichtum und das Königsreich; für uns ist Weisheit, die Torheit des Evangeliums, für uns ist Macht, die Schwäche des Fleisches, und der Skandal des Kreuzes ist für uns Ruhm (1 Kor 1,18?23).

 

 

 

    

Paulinus von Nola (355-431), Bischof