Montag der 18. Woche im Jahreskreis (07.08.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
07 August 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Xystus II. und Gefährten

1. Lesung: Buch Numeri 11,4b-15.
Psalm 81(80),12-13.14-15.16-17.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 14,22-36.
Kommentar ?Alle aßen und wurden satt?

Buch Numeri 11,4b-15.

In jenen Tagen sagten die Israeliten: Wenn uns doch jemand Fleisch zu essen gäbe!
Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst zu essen bekamen, an die Gurken und Melonen, an den Lauch, an die Zwiebeln und an den Knoblauch.
Doch jetzt vertrocknet uns die Kehle, nichts bekommen wir zu sehen als immer nur Manna.
Das Manna war wie Koriandersamen, und es sah wie Bdelliumharz aus.
Die Leute pflegten umherzugehen und es zu sammeln; sie mahlten es mit der Handmühle oder zerstampften es im Mörser, kochten es in einem Topf und bereiteten daraus Brotfladen. Es schmeckte wie Ölkuchen.
Wenn bei Nacht der Tau auf das Lager fiel, fiel auch das Manna.
Mose hörte die Leute weinen, eine Sippe wie die andere; jeder weinte am Eingang seines Zeltes. Da entbrannte der Zorn des Herrn; Mose aber war verstimmt
und sagte zum Herrn: Warum hast du deinen Knecht so schlecht behandelt, und warum habe ich nicht deine Gnade gefunden, dass du mir die Last mit diesem ganzen Volk auferlegst?
Habe denn ich dieses ganze Volk in meinem Schoß getragen, oder habe ich es geboren, dass du zu mir sagen kannst: Nimm es an deine Brust, wie der Wärter den Säugling, und trag es in das Land, das ich seinen Vätern mit einem Eid zugesichert habe?
Woher soll ich für dieses ganze Volk Fleisch nehmen? Sie weinen vor mir und sagen zu mir: Gib uns Fleisch zu essen!
Ich kann dieses ganze Volk nicht allein tragen, es ist mir zu schwer.
Wenn du mich so behandelst, dann bring mich lieber gleich um, wenn ich überhaupt deine Gnade gefunden habe. Ich will mein Elend nicht mehr ansehen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 81(80),12-13.14-15.16-17.

Israel hat mich nicht gewollt.
Mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört;
Da überließ ich sie ihrem verstockten Herzen,
und sie handelten nach ihren eigenen Plänen.Ach dass doch mein Volk auf mich hörte,
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Wie bald würde ich seine Feinde beugen,
meine Hand gegen seine Bedränger wenden.Alle, die den Herrn hassen, müssten Israel schmeicheln,
und das sollte für immer so bleiben.
Ich würde es nähren mit bestem Weizen
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 14,22-36.

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.
Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.
Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.
Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!
Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.
Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret.
Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm
und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Alle aßen und wurden satt?

Als es Abend wurde, eilten die Apostel auf den Erlöser zu und riefen: ?Meister, es ist schon spät geworden, und die Leute kommen beinahe um vor Hunger. Du weißt, die Gegend hier ist unbewohnt. Schick doch die Leute weg, damit sie sich in den umliegenden Dörfern etwas zu essen kaufen können. Sie können ja nicht fasten wie wir, die wir von dir die Kraft dazu bekommen haben, weil du das unsterbliche Brot vom Himmel bist.?

 

?Du bist, so will es deine Natur, der große Retter der Welt, und du hast allen Menschen Erkenntnis geschenkt. Du hast sie mit Worten der Wahrheit genährt, hast sie die Gerechtigkeit erkennen lassen und sie so auf den Weg des Heils geführt. Sie haben geistige Nahrung für ihre Seele bekommen ? jetzt aber müssen sie etwas für ihren Leib tun [...] Schick sie weg, wir machen uns wirklich Sorgen um sie [...] Du hast deine Jünger und Apostel gelehrt, mit allen Mitleid zu haben, du bist ja das unsterbliche Brot vom Himmel [...]?

 

Christus hörte sich das an und erwiderte dann: ?Ihr irrt euch, ihr wisst nicht, dass ich der Schöpfer der Welt bin. Ich sorge für die Welt und weiß sehr wohl, was diese Menschen brauchen. Ich seh schon, dass dieser Landstrich öde ist und die Sonne bereits untergegangen [...] Aber ich habe doch der Sonne ihre Bahn zugewiesen. Mir ist bewusst, dass die Leute hier erschöpft sind, und ich weiß, was ich für sie tun werde: Ich selber werde ihren Hunger stillen, denn ich bin das unsterbliche Brot vom Himmel [...]?

 

?Ihr denkt: Wer wird den vielen Menschen hier in dieser unbewohnten Gegend zu essen geben? Nun, Freunde, macht euch bewusst, wer ich bin: Ich habe Israel in der Wüste mit Nahrung versorgt und ihnen Brot vom Himmel gegeben. Wo Wüste war, ließ ich Wasser aus dem Felsen sprudeln, und obendrein versorgte ich sie mit mehr Wachteln, als sie brauchten, denn ich bin das unsterbliche Brot vom Himmel [...]?

 

So vervielfältige, Herr, in uns allen die große Zahl deiner Erbarmungen. Wie du die Vielen in der Wüste durch deine Umsicht gesättigt und durch deine Allmacht gespeist hast, so mache uns satt mit Gerechtigkeit, Herr, und stärke uns im Glauben. Ernähre uns alle, du Mitleidender, und gewähre uns deine Gnade und die Vergebung unserer Sünden [...] denn du allein bist Christus, der einzig Barmherzige, das unsterbliche Brot vom Himmel.

 

 

    

Hl. Romanos Melodos (?-um 560), Hymnendichter