Mittwoch der 17. Woche im Jahreskreis (02.08.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
02 August 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Petrus Julianus (Pierre Julien) Eymard

1. Lesung: Buch Exodus 34,29-35.
Psalm 99(98),2.5.6.7.8.9.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 13,44-46.
Kommentar Ein verborgener Schatz

Buch Exodus 34,29-35.

Als Mose vom Berg Sinai herunterstieg, die beiden Tafeln der Bundesurkunde in der Hand, wusste er nicht, dass die Haut seines Gesichtes Licht ausstrahlte, weil er mit dem Herrn geredet hatte.
Als Aaron und alle Israeliten Mose sahen, strahlte die Haut seines Gesichtes Licht aus, und sie fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen.
Erst als Mose sie rief, kamen Aaron und alle Sippenhäupter der Gemeinde zu ihm zurück, und Mose redete mit ihnen.
Dann kamen alle Israeliten herbei, und er übergab ihnen alle Gebote, die der Herr ihm auf dem Sinai mitgeteilt hatte.
Als Mose aufhörte, mit ihnen zu reden, legte er über sein Gesicht einen Schleier.
Wenn Mose zum Herrn hineinging, um mit ihm zu reden, nahm er den Schleier ab, bis er wieder herauskam. Wenn er herauskam, trug er den Israeliten alles vor, was ihm aufgetragen worden war.
Wenn die Israeliten das Gesicht des Mose sahen und merkten, dass die Haut seines Gesichtes Licht ausstrahlte, legte er den Schleier über sein Gesicht, bis er wieder hineinging, um mit dem Herrn zu reden.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 99(98),2.5.6.7.8.9.

Groß ist der Herr auf Zion,
über alle Völker erhaben.
Rühmt den Herrn, unseren Gott;
werft euch am Schemel seiner Füße nieder!
Denn er ist heilig.Mose und Aaron sind unter seinen Priestern,
Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen;
sie riefen zum Herrn, und er hat sie erhört.
Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen;
seine Gebote hielten sie,
die Satzung, die er ihnen gab.Herr, unser Gott, du hast sie erhört;
du warst ihnen ein verzeihender Gott,
aber du hast ihre Frevel vergolten.
Rühmt den Herrn, unsern Gott,
werft euch nieder an seinem heiligen Berge!
Denn heilig ist der Herr, unser Gott.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 13,44-46.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Ein verborgener Schatz

Die Braut des Hohenliedes sagt, da sie ihren Viel-Geliebten nicht auf seinem Lager fand, habe sie sich erhoben, um ihn in der Stadt zu suchen, doch vergeblich. Als sie aus der Stadt hinausgegangen war, fand sie Den, den ihre Seele liebte (vgl. Hld 3,2-4)! ? Jesus will nicht, dass wir seine anbetungswürdige Gegenwart in der Ruhe finden. Er verbirgt sich [?] O! welche Melodie ist dieses Schweigen Jesu für mein Herz ? Er wird arm, damit wir Ihm Liebe erweisen können, er hält uns wie ein Bettler die Hand hin, damit er am strahlenden Gerichtstag, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheinen wird, uns die beglückenden Worte zurufen kann: ?Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters, denn ich war hungrig, und ihr gabt mir zu essen; ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken; ich wusste nicht, wo ich wohnen könnte, und ihr habt mir Unterkunft gewährt; ich war im Gefängnis, ich war krank, und ihr standet mir bei? (Mt 25,34-36). Jesus Selbst sprach diese Worte, Er will unsere Liebe und bettelt darum ? Er liefert sich uns sozusagen aus. Er will nichts nehmen, ohne dass wir es ihm anbieten [?]

 

Jesus ist ein verborgener Schatz, ein unschätzbares Gut, das wenige Seelen zu finden vermögen, denn es ist verborgen, und die Welt liebt, was glänzt. Ah! wenn Jesus sich allen Seelen mit seinen unaussprechlichen Gaben hätte zeigen wollen, dann hätte keine einzige ihn verachtet. Doch Er will nicht, dass wir ihn seiner Gaben wegen lieben. Er selbst muss unser Lohn sein.

 

Um etwas Verborgenes zu finden, muss man sich selbst verbergen, unser Leben muss also ein Geheimnis sein. Wir müssen Jesus ähnlich sein, Jesus, dessen Antlitz verborgen war (Jes 53,3) [?] Jesus liebt Dich mit so großer Liebe, dass Du, könntest Du sie sehen, in einer Ekstase von Glück sterben würdest. Doch Du siehst sie nicht und leidest ? Bald ?wird Jesus sich erheben und die Sanftmütigen und Demütigen der Erde retten!? (vgl. Ps 76(75),10).

 

 

    

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin