Montag der 14. Woche im Jahreskreis (10.07.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
10 July 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Knud v. Dänemark

1. Lesung: Buch Genesis 28,10-22a.
Psalm 91(90),1-2.14-15a.15bc-16.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 9,18-26.
Kommentar ?Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur?

Buch Genesis 28,10-22a.

Jakob zog aus Beerscheba weg und ging nach Haran.
Er kam an einen bestimmten Ort, wo er übernachtete, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen dieses Ortes, legte ihn unter seinen Kopf und schlief dort ein.
Da hatte er einen Traum: Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder.
Und siehe, der Herr stand oben und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben.
Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde. Du wirst dich unaufhaltsam ausbreiten nach Westen und Osten, nach Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen werden alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.
Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land. Denn ich verlasse dich nicht, bis ich vollbringe, was ich dir versprochen habe.
Jakob erwachte aus seinem Schlaf und sagte: Wirklich, der Herr ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht.
Furcht überkam ihn, und er sagte: Wie ehrfurchtgebietend ist doch dieser Ort! Hier ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels.
Jakob stand früh am Morgen auf, nahm den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, stellte ihn als Steinmal auf und goss Öl darauf.
Dann gab er dem Ort den Namen Bet-El - Gotteshaus. Früher hieß die Stadt Lus.
Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg, den ich eingeschlagen habe, behütet, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt,
wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters und der Herr sich mir als Gott erweist,
dann soll der Stein, den ich als Steinmal aufgestellt habe, ein Gotteshaus werden.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 91(90),1-2.14-15a.15bc-16.

Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.»Weil er an mir hängt, will ich ihn retten;
ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.
Wenn er mich anruft,
dann will ich ihn erhören.Ich bin bei ihm in der Not,
befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben
und lasse ihn schauen mein Heil.»
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 9,18-26.

In jener Zeit als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig.
Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern.
Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes;
denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt.
Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah,
sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus.
Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf.
Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur?

Man sieht, daß dieser Synagogenvorsteher das Gesetz darstellt, welches den Herrn für das Volk bittet, für jenes Volk, das es für Christus durch die verkündigte Erwartung seiner Ankunft ernährt hatte, damit er dem toten Volke das Leben wieder geben möchte [...] Diesem verhieß der Herr Hilfe, und ging hin, um sie zu leisten.

 

Aber zunächst wird mit den Aposteln die Schar der Sünder geheilt. Und obwohl zuerst die Auserwählten, welche nach dem Gesetze dazu bestimmt waren, hätten leben sollen; so wird doch vorher in der Person der Frau den Zöllnern und Sündern das Heil verliehen. Diese nun hat, als sie dem vorübergehenden Herrn begegnet, das feste Vertrauen, sie werde durch die Berührung des Kleides des Herrn von dem Blutfluss geheilt werden [...] und beeilt sich, durch den Glauben den Saum des Kleides zu berühren, nämlich im Umgang mit den Aposteln das Geschenk des heiligen Geistes, welches wie ein Saum von dem Leibe Christi ausging, zu erlangen; und sie wird sogleich gesund. So ward dem Einen das Heil gegeben, während es dem andern angeboten wird. Und der Herr lobte auch sogleich ihren Glauben und ihre Standhaftigkeit; weil das, was für Israel bereitet ward, zuvor das Volk der Heiden erhielt [...] Das göttliche Wirken erstreckte sich bis in die Säume der Kleider. Denn Gott konnte nicht geteilt und nicht umfasst werden, so daß er in dem Körper eingeschlossen wäre. Denn er selbst teilt die Gnadengeschenke in dem Geiste, wird aber in den Geschenken nicht geteilt. Seine Macht aber erreicht der Glaube überall, weil sie überall ist, und nirgends abwesend ist. Und der angenommene Leib vermochte nicht die göttliche Natur einzuschließen, sondern die göttliche Natur nahm den gebrechlichen Leib zu seiner Erlösung an [...]

 

Hierauf tritt der Herr in das Haus des Vorstehers, das heißt, in die Synagoge [...] und er wird von den meisten verlacht. Denn jene glaubten niemals an Gott in dem Menschen; sondern spotteten vielmehr darüber, daß die Auferstehung von den Toten verkündet wurde. Er nahm nun das Mädchen, dessen Tod ihm nur Schlaf war, bei der Hand, und führte es in das Leben zurück.

 

    

Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer