12. Sonntag im Jahreskreis (25.06.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
25 June 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Wilhelm von Vercelli

1. Lesung: Buch Jeremia 20,10-13.
Psalm 69(68),8.10.14.33-34.
2. Lesung: Brief des Apostels Paulus an die Römer 5,12-15.
Evangelium nach Matthäus 10,26-33.
Kommentar Alles was verborgen ist, wird aufgedeckt

Buch Jeremia 20,10-13.

Jeremia sprach: Ich hörte das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen. Meine nächsten Bekannten warten alle darauf, dass ich stürze: Vielleicht lässt er sich betören, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.
Doch der Herr steht mir bei wie ein gewaltiger Held. Darum straucheln meine Verfolger und kommen nicht auf. Sie werden schmählich zuschanden, da sie nichts erreichen, in ewiger, unvergesslicher Schmach.
Aber der Herr der Heere prüft den Gerechten, er sieht Herz und Nieren. Ich werde deine Rache an ihnen erleben; denn dir habe ich meine Sache anvertraut.
Singt dem Herrn, rühmt den Herrn; denn er rettet das Leben des Armen aus der Hand der Übeltäter.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 69(68),8.10.14.33-34.

Deinetwegen erleide ich Schmach,
und Schande bedeckt mein Gesicht.
Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt;
die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen.Ich bete zu dir,
Herr, zur Zeit der Gnade.
Erhöre mich in deiner großen Huld,
Gott, hilf mir in deiner Treue!Schaut her, ihr Gebeugten, und freut euch;
ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf!
Denn der Herr hört auf die Armen,
er verachtet die Gefangenen nicht.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung: Brief des Apostels Paulus an die Römer 5,12-15.

Brüder! Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.
Sünde war schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt;
dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten; Adam aber ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist.
Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 10,26-33.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.
Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.
Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Alles was verborgen ist, wird aufgedeckt

Von der Höhe des Himmels her schenkt Gott allen Menschen die Reichtümer seiner Gnade. Er selbst ist die Quelle des Heils und des Lichtes, aus der ewig Erbarmen und Güte hervorströmen. Doch nicht alle Menschen nehmen seine Kraft und seine Gnade an, um sie für die vollkommene Übung der Tugend und die Verwirklichung seiner Wundertaten einzusetzen; einzig diejenigen tun das, die ihre Vorsätze in die Tat umgesetzt und durch Taten ihre Zugehörigkeit zu Gott bewiesen haben, diejenigen, die sich gänzlich vom Bösen abgewandt haben, die sich fest an die Gebote Gottes halten und die den Blick ihres Geistes unerschütterlich auf Christus richten, die Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3,20).

 

Von der Höhe des Himmels streckt Christus denen, die kämpfen, die Hilfe seines Armes entgegen und ermahnt sie durch die Worte des Evangeliums: ?Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.? Als Diener Gottes bekennt sich jeder der Heiligen zu Christus: in diesem vergänglichen Leben und vor den Menschen. Er [bekennt sich zu ihm] in einem kurzen Augenblick und vor wenigen Menschen, während unser Herr Jesus Christus [...] sich für uns ausspricht in der ewigen Welt, vor Gott seinem Vater, umringt von den Engel und den Erzengeln und allen Mächten des Himmels, in Gegenwart aller Menschen, von Adam angefangen bis zum Ende der Zeiten. Denn alle werden auferstehen und vor dem Richterstuhl Christi stehen. Dann wird er in Gegenwart aller und vor aller Augen diejenigen vorstellen, verherrlichen und krönen, die ihm ihr Glaubenszeugnis gegeben haben bis zum Ende.

    

Hl. Gregor Palamas (1296-1359), Mönch, Bischof und Theologe