Freitag der 6. Osterwoche (26.05.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
26 May 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Philipp Neri

1. Lesung: Apostelgeschichte 18,9-18.
Psalm 47(46),2-3.4-5.6-7.
2. Lesung:
Evangelium nach Johannes 16,20-23a.
Kommentar Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist (vgl. Röm 14,17)

Apostelgeschichte 18,9-18.

Als Paulus in Korinth war, sagte der Herr nachts in einer Vision zu ihm: Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht!
Denn ich bin mit dir, niemand wird dir etwas antun. Viel Volk nämlich gehört mir in dieser Stadt.
So blieb Paulus ein Jahr und sechs Monate und lehrte bei ihnen das Wort Gottes.
Als aber Gallio Prokonsul von Achaia war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf, brachten ihn vor den Richterstuhl
und sagten: Dieser verführt die Menschen zu einer Gottesverehrung, die gegen das Gesetz verstößt.
Als Paulus etwas erwidern wollte, sagte Gallio zu den Juden: Läge hier ein Vergehen oder Verbrechen vor, ihr Juden, so würde ich eure Klage ordnungsgemäß behandeln.
Streitet ihr jedoch über Lehre und Namen und euer Gesetz, dann seht selber zu! Darüber will ich nicht Richter sein.
Und er wies sie vom Richterstuhl weg.
Da ergriffen alle den Synagogenvorsteher Sosthenes und verprügelten ihn vor dem Richterstuhl. Gallio aber kümmerte sich nicht darum.
Paulus blieb noch längere Zeit. Dann verabschiedete er sich von den Brüdern und segelte zusammen mit Priszilla und Aquila nach Syrien ab. In Kenchreä hatte er sich aufgrund eines Gelübdes den Kopf kahlscheren lassen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 47(46),2-3.4-5.6-7.

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände;
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!
Denn furchtgebietend ist der Herr, der Höchste,
ein großer König über die ganze Erde.Er unterwirft uns Völker
und zwingt Nationen unter unsre Füße.
Er wählt unser Erbland für uns aus,
den Stolz Jakobs, den er liebt.Gott stieg empor unter Jubel,
der Herr beim Schall der Hörner.
Singt unserm Gott, ja singt ihm!
Spielt unserm König, spielt ihm!
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Johannes 16,20-23a.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln.
Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.
So seid auch ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen, und niemand nimmt euch eure Freude.
An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist (vgl. Röm 14,17)

Worin besteht die wahre Freude, Brüder, wenn nicht im Reich Gottes? Und was anderes ist das Reich Gottes, als Jesus Christus, unser Herr? Ich weiß, dass alle Menschen sich nach einer wahren Freude sehnen. Aber es täuscht sich derjenige, der sich an der Ernte erfreuen will, ohne das Feld bearbeitet zu haben; derjenige irrt sich, der die Früchte ernten will, ohne Bäume angepflanzt zu haben. Man kann die wahre Freude ohne die Gerechtigkeit und ohne den Frieden nicht besitzen [...] gegenwärtig mühen wir uns noch für kurze Zeit ab, wie über eine Arbeit gebeugt, indem wir die Gerechtigkeit hochachten und indem wir den Frieden wahren. Dann aber werden wir uns an der Frucht dieser Arbeit immer erfreuen können.

 

Höre auf das, was der Apostel Paulus über Jesus Christus sagt: ?Er ist unser Friede? (Eph 2,14) und der Herr selbst sagte seinen Jüngern: ?Ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude? (Joh 16,22). Was für eine Freude ist die, die niemand Euch nehmen kann, wenn nicht er selbst, Euer Herr, den niemand Euch zu nehmen vermag?

 

Prüft also Euer Gewissen, Brüder; die Gerechtigkeit herrscht dort nur dann, wenn Ihr für alle das Gleiche, wie für Euch selbst wollt, ersehnt und erhofft; der Frieden ist nur dann in Euch, wenn Ihr ihn nicht nur mit euren Freunden habt, sondern ebenso mit Euren Feinden; dann aber wisset, dass das Reich Gottes, d.h. der Herr Jesus Christus, in Euch wohnt.

 

 

    

Hl. Cäsarius von Arles (470-543), Mönch und Bischof