Fest der Hll. Philippus und Jakobus, Apostel (03.05.2017)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
03 May 2017 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Philippus und Hl. Jakobus

1. Lesung: Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 15,1-8.
Psalm 19(18),2-3.4-5ab.
2. Lesung:
Evangelium nach Johannes 14,6-14.
Kommentar ?Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns?

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 15,1-8.

Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht.
Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe. Oder habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen?
Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift,
und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift,
und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.
Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen.
Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.
Als letztem von allen erschien er auch mir, dem Unerwarteten, der "Missgeburt".
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 19(18),2-3.4-5ab.

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes,
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern,
eine Nacht tut es der andern kund,ohne Worte und ohne Reden,
unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Johannes 14,6-14.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.
Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns?

?Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist?. Was heißt also: ?Glaubt mir?? Gewiss steht dieses Wort im Zusammenhang mit dem Wort: ?Zeig uns den Vater?. Christus heißt seine Apostel an ihn zu glauben, um ihren Glauben zu stärken, den Glauben, der verlangt hatte, den Vater zu sehen. Denn der Herr hatte sich nicht damit begnügt zu sagen: ?Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen? [?] Der Herr will, dass wir an ihn glauben, damit unsere tiefste Glaubensüberzeugung nicht Gefahr läuft, ins Wanken zu geraten [?] Lasst uns wenigstens angesichts des Zeugnisses seiner Werke glauben, daß Gott in Gott und Gott aus Gott, und daß beide eines seien; denn in der Vollkommenheit des Wesens ist jeder in sich selbst, und keiner ist ohne den anderen. Übrigens verzichtet der Vater, nur weil er im Sohn ist, auf nichts, was sein ist; der Sohn hingegen empfängt vom Vater alles, was ihn zum Sohn macht.

 

Wechselseitig im anderen zu sein und vollkommene Einheit der Wesensart zu besitzen, so dass der einzige und ewige Sohn nicht zu trennen ist von der wahren göttlichen Natur des Vaters: eine solche Seinsweise ist unvereinbar mit jeglicher materieller Wesenheit. Es handelt sich da vielmehr um einen Wesenszug, der Gott eigen ist, dem einzigen Sohn [?], dass eine Person der anderen einwohnt, das macht seine Existenz aus. Denn beide existieren dadurch, dass die eine Person nicht ohne die andere ist, da die Natur des existierenden Wesens ein und dieselbe ist: sowohl die Natur dessen, der zeugt, wie auch die Natur dessen, der geboren wird.

 

Das ist der Sinn der Textstellen: ?Ich und der Vater sind eins? (Joh 10,30), ?Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen?, und ?der Vater ist in mir und ich bin im Vater? (vgl. Joh 10,38). Der Sohn unterscheidet sich nicht vom Vater, noch ist er niedrigeren Ranges [?]; der Sohn Gottes, in Gott geboren, besitzt in sich das Wesen Gottes, der ihn zeugt.

    

Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer