5. Sonntag in der Osterzeit (06.05.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
06 May 2012 08:23
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Antonia,  Hl. Gundula,  Hl. Markward

1. Lesung: Apostelgeschichte 9,26-31.
Psalm 22(21),26b-27.28.30.31-32.
2. Lesung: Erster Brief des Johannes 3,18-24.
Evangelium nach Johannes 15,1-8.
Kommentar «Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch»

Apostelgeschichte 9,26-31.

Als er nach Jerusalem kam, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen. Aber alle fürchteten sich vor ihm und konnten nicht glauben, daß er ein Jünger war.
Barnabas jedoch nahm sich seiner an und brachte ihn zu den Aposteln. Er erzählte ihnen, wie Saulus auf dem Weg den Herrn gesehen habe und daß dieser mit ihm gesprochen habe und wie er in Damaskus mutig und offen im Namen Jesu aufgetreten sei.
So ging er bei ihnen in Jerusalem ein und aus, trat unerschrocken im Namen des Herrn auf
und führte auch Streitgespräche mit den Hellenisten. Diese aber planten, ihn zu töten.
Als die Brüder das merkten, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und schickten ihn von dort nach Tarsus.
Die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien hatte nun Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.

Psalm 22(21),26b-27.28.30.31-32.

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.
Die Armen sollen essen und sich sättigen; den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer.
Alle Enden der Erde sollen daran denken und werden umkehren zum Herrn: Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.
Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen. [Meine Seele, sie lebt für ihn;
mein Stamm wird ihm dienen.] Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen,
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; denn er hat das Werk getan.

2. Lesung: Erster Brief des Johannes 3,18-24.

Evangelium nach Johannes 15,1-8.

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer.
Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe.
Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.
Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.
Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.
Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

«Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch»

Betet gern. Versucht tagsüber oft, das Bedürfnis nach Gebet zu erspüren, und bemüht euch dann auch zu beten. Gebet öffnet das Herz so weit, dass es die Gabe fassen kann, die Gott uns mit sich selbst schenkt. „Bittet, sucht“ (Lk 11,9), und euer Herz wird so weit, dass ihr ihn aufnehmen könnt. Das folgende Gebet aus dem Gebetbuch unserer Gemeinschaft ist eines, das wir täglich beten. Vielleicht hilft es euch...„Lasst uns echte, fruchtbare Zweige am Weinstock Jesu werden und ihn so in unser Leben einlassen, wie es ihm gefällt:als Wahrheit – um sie zu verkünden;
als Leben – um es zu leben;
als Licht – um zu leuchten;
als Liebe – um geliebt zu werden;
als Weg – den wir verfolgen;
als Freude – die wir Anderen machen;
als Friede – den wir verbreiten;
als Opfer – das wir in unseren Familien und unserer Umwelt darbringen.“

Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe