Dienstag der 3. Osterwoche (24.04.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
24 April 2012 06:39
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Fidelis von Sigmaringen

1. Lesung: Apostelgeschichte 7,51-60.8,1a.
Psalm 31(30),3cd-4.6ab.7b.8a.17.21ab.
Evangelium nach Johannes 6,30-35.
Kommentar „Mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel...“

Apostelgeschichte 7,51-60.8,1a.

Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr.
Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid,
ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt.
Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen.
Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los,
trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.

Psalm 31(30),3cd-4.6ab.7b.8a.17.21ab.

Wende dein Ohr mir zu, erlöse mich bald! Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.
Wende dein Ohr mir zu, erlöse mich bald! Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Dir sind alle verhaßt, die nichtige Götzen verehren, ich aber verlasse mich auf den Herrn.
Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen; denn du hast mein Elend angesehn, du bist mit meiner Not vertraut.
Laß dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner Güte!Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts vor dem Toben der Menschen. Wie unter einem Dach bewahrst du sie vor dem Gezänk der Zungen.
Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts vor dem Toben der Menschen. Wie unter einem Dach bewahrst du sie vor dem Gezänk der Zungen.

Evangelium nach Johannes 6,30-35.

Sie entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du?
Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

„Mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel...“

Für die Hebräer hast du das Meer vor aller Augen zweigeteilt, (Ex 14)
und für mich dichteste Finsternis.
In jener Zeit hast du den Pharao verschlungen
Und jetzt den Fürst dieser Welt, den Urheber des Todes. (Joh 12,31; 8,44)Für jene warst du die schützende Wolke während des Tages
Und des Nachts eine Feuersäule (Ex 13,21).
Für mich ist das Licht die Erkenntnis deines Sohnes, des Wortes,
und mein Schutz ist der Heilige Geist.Einst gabst du das vergängliche Manna
Und jene, die davon kosteten, sind gestorben.
Jetzt ist es dein himmlischer Leib,
der denen das Leben schenkt, die ihn essen.Jene haben das Wasser getrunken, das aus dem Felsen sprudelte (Ex 17)
Und ich habe das Blut deiner Seite getrunken, du mein Fels (Joh 16,34; Ps 18,3).
Jene haben die eherne Schlange hängen gesehen (Num 21,9)
Und ich habe dich am Kreuz gesehen, der du das Leben bist.Jenen hast du das Gesetz des Mose gegeben,
geschrieben auf Tafeln von Stein,
und mir gabst du die Weisheit deines Geistes,
dein göttliches Evangelium.Deshalb wird von mir,
was das rechte Tun betrifft, weit mehr gefordert,
als von jenen verlangt wird...
Doch du wurdest zu dem, der für sie sühnte,
O mein Herr voll Erbarmen, die einziger Sohn des Vaters...Hindere mich nicht daran, wie die meisten von jenen,
in dein Gelobtes Land einzutreten.
Doch mit den beiden, die hineingingen (Dtn 1,36; 31,3)
Führe mich in dein himmlisches Vaterland.

Hl. Nerses Schnorhali (1102-1173), armenischer Patriarch