Ostermontag (09.04.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
09 April 2012 00:58
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Konrad I.,  Hl. Waltraud

1. Lesung: Apostelgeschichte 2,14.22-33.
Psalm 16(15),1-2a.5.7-8.9-10.11.
Evangelium nach Matthäus 28,8-15.
Kommentar «Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen»

Apostelgeschichte 2,14.22-33.

Da trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte!
Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst -
ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht.
Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, daß er vom Tod festgehalten wurde.
David nämlich sagt über ihn: Ich habe den Herrn beständig vor Augen. Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.
Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Zunge, und auch mein Leib wird in sicherer Hoffnung ruhen;
denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis, noch läßt du deinen Frommen die Verwesung schauen.
Du zeigst mir die Wege zum Leben, du erfüllst mich mit Freude vor deinem Angesicht.
Brüder, ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben, und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag.
Da er ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm den Eid geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen,
sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus: Er gibt ihn nicht der Unterwelt preis, und sein Leib schaut die Verwesung nicht.
Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen.
Nachdem er durch die rechte Hand Gottes erhöht worden war und vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen hatte, hat er ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört.

Psalm 16(15),1-2a.5.7-8.9-10.11.

[Ein Lied Davids.] Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir.
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; mein ganzes Glück bist du allein.»
Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; du hältst mein Los in deinen Händen.
Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.Ich habe den Herrn beständig vor Augen. Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.
Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; du läßt deinen Frommen das Grab nicht schauen.
Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Evangelium nach Matthäus 28,8-15.

Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.
Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfaßten seine Füße.
Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.
Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.
Diese faßten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluß, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld
und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.
Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, daß ihr nichts zu befürchten habt.
Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, daß dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.

«Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen»

Du wurdest bei Tagesanbruch beweint
Von Tränen, die duftende Kräuter brachten.
Lass auch mein Herz heiße Tränen vergießen
Ob deiner leidenschaftlichen Liebe.Und dank der guten Nachricht des Engels,
Der vom Stein am Grabe her rief (Mt 28,2),
Lass mich den Klang der letzten Trompete hören
Die die Auferstehung kundtut.Aus dem neuen, jungfräulichen Grab
Bist du erstanden mit deinem aus der Jungfrau geborenen Leib;
Bist für uns zum Anfang geworden
Und zum Erstgeborenen der Toten.Und mich, den der Feind gebunden hat
Mit dem Übel der leiblichen Sünde,
Befreie mich doch gnädig aufs Neue,
Wie du es für die Geister getan hast, die im Gefängnis waren. (1 Petr 3,19)Du hast dich im Garten
Der Maria Magdalena gezeigt,
Und hast ihr, die ja noch dem gefallenen Geschlecht angehörte,
Nicht erlaubt, dich zu berühren.Zeige dich auch mir am achten Tag,
An dem großen und letzten Tag;
Und erlaube meiner unwürdigen Seele dann,
Sich dir zu nähern.

Hl. Nerses Snorhali (1102-1173), armenischer Patriarch