Hochfest der Auferstehung des Herrn – Ostersonntag (08.04.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
08 April 2012 09:44
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Beata,  Hl. Manegold

1. Lesung: Apostelgeschichte 10,34a.37-43.
Psalm 118(117),1-2.16ab-17.22-23.
2. Lesung: Brief des Apostel Paulus an die Kolosser 3,1-4.
Evangelium nach Johannes 20,1-9.
Kommentar "Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?" (Lk. 24, 5)

Apostelgeschichte 10,34a.37-43.

Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, daß Gott nicht auf die Person sieht,
Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:
wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.
Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet.
Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen,
zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben.
Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen: Das ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten.
Von ihm bezeugen alle Propheten, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.

Psalm 118(117),1-2.16ab-17.22-23.

Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig.
So soll Israel sagen: Denn seine Huld währt ewig.
Die Rechte des Herrn ist erhoben, die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!»
Die Rechte des Herrn ist erhoben, die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!»
Ich werde nicht sterben, sondern leben, um die Taten des Herrn zu verkünden.
Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden.Das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

2. Lesung: Brief des Apostel Paulus an die Kolosser 3,1-4.

Evangelium nach Johannes 20,1-9.

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, daß der Stein vom Grab weggenommen war.
Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab;
sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab.
Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen
und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.
Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.
Denn sie wußten noch nicht aus der Schrift, daß er von den Toten auferstehen mußte.

"Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?" (Lk. 24, 5)

„Für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn“ (Phil 1, 21)! Ich will deshalb nach Galiläa gehen, auf den Berg, auf den Jesus uns bestellt hat (Mt 28, 16), und werde ihn sehen und anbeten, bevor ich sterbe, um danach nie mehr zu sterben, denn „jeder, der, den Sohn sieht und an ihn glaubt, hat das ewige Leben“ (Joh 6, 40), so dass er leben wird, auch wenn er stirbt (Joh 11, 25).<br><br>Nun also, meine Brüder, was bezeugt euch die Freude eures Herzens von der Liebe Christi? Ich glaube nämlich – und ihr werdet sehen: zu Recht – wenn ihr Jesus je geliebt habt, ob lebendig oder tot oder auferweckt, dann wird euer Herz aufjauchzen, da die Boten seiner Auferstehung so laut und übereinstimmend durch die ganze Kirche zu hören sind: Jesus, mein Gott, lebt! meldeten sie mir. Da ich dies hörte, lebte mein Geist wieder auf, der in Schlaf gesunken vor Müdigkeit, krank vor Mattigkeit und verzagt vor Kleinmut. Denn die freudevolle Stimme dieser frohen Kunde erweckt selbst solche vom Tod, die tief in Sünde begraben sind. Sonst müßte man gewiss verzweifeln und in Vergessenheit bestattet liegen, wenn Christus bei seiner Rückkehr aus der Unterwelt uns dort in der Tiefe zurückließe.<br><br>Hierin kannst du deutlich erkennen, dass dein Geist völlig zum Leben in Christus zurückgekehrt ist, wenn er aus Überzeugung spricht: Es genügt mir, wenn Jesus lebt! ... Wenn er lebt, lebe ich, denn von ihm ist meine Seele abhängig. Ja, er sei mein ganzes Leben, er mein Genügen! Was könnte mir mangeln, wenn Jesus lebt? Ja, vielmehr, alles andere soll mir fehlen, nichts ist mir mehr wichtig, wenn nur Jesus lebt!<br>

Sel. Guerric von Igny (um 1080 - 1157), Zisterzienser, Abt