Freitag der 5. Fastenwoche (30.03.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
30 March 2012 07:42
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Diemut,  Hl. Dodo,  Hl. Amadeus IX

1. Lesung: Buch Jeremia 20,10-13.
Psalm 18(17),2-3a.3bc-4.5-6.7.
Evangelium nach Johannes 10,31-42.
Kommentar „Sie versuchten erneut, ihn festzunehmen, aber er entzog sich ihnen“

Buch Jeremia 20,10-13.

hörte ich doch das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen. Meine nächsten Bekannten warten alle darauf, daß ich stürze: Vielleicht läßt er sich betören, daß wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.
Doch der Herr steht mir bei wie ein gewaltiger Held. Darum straucheln meine Verfolger und kommen nicht auf. Sie werden schmählich zuschanden, da sie nichts erreichen, in ewiger, unvergeßlicher Schmach.
Aber der Herr der Heere prüft den Gerechten, er sieht Herz und Nieren. Ich werde deine Rache an ihnen erleben; denn dir habe ich meine Sache anvertraut.
Singt dem Herrn, rühmt den Herrn; denn er rettet das Leben des Armen aus der Hand der Übeltäter. -

Psalm 18(17),2-3a.3bc-4.5-6.7.

Er sprach:] Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke,
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
Mich umfingen die Fesseln des Todes, mich erschreckten die Fluten des Verderbens.
Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, über mich fielen die Schlingen des Todes.
In meiner Not rief ich zum Herrn und schrie zu meinem Gott. Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

Evangelium nach Johannes 10,31-42.

Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen.
Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen?
Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.
Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter?
Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann,
dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott - weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?
Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht.
Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, daß in mir der Vater ist und ich im Vater bin.
Wieder wollten sie ihn festnehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff.
Dann ging Jesus wieder weg auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte; und dort blieb er.
Viele kamen zu ihm. Sie sagten: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen Mann gesagt hat, ist wahr.
Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.

„Sie versuchten erneut, ihn festzunehmen, aber er entzog sich ihnen“

Wie die Flügel der Tauben über ihren Jungen...,
so sind die Flügel des Geistes über meinem Herzen.
Mein Herz freut sich und erbebt,
wie ein Kind erbebt im Schoß seiner Mutter.Ich habe geglaubt und habe Ruhe gefunden;
treu ist der, an den ich geglaubt habe.
Er hat mich mit allem Segen gesegnet,
und ich habe mein Gesicht ihm zugewandt.
Kein Schwert mehr wird mich trennen
von ihm, kein Degen.Ich bin gerüstet gegen das Unheil, sollte es kommen,
ich habe Platz genommen auf seinen unzerstörbaren Flügeln.
Das unvergängliche Leben hat mich angetrieben und umschlungen,
von ihm kommt der Geist, der in mir wohnt:
Er kann nicht sterben, denn er ist das Leben.[Christus spricht :]
Wer mich sah, war verwundert,
denn ich war ein Verfolgter.
Sie glaubten mich entkräftet,
denn ich kam ihnen vor wie ein Verlorener.
Aber die Bedrängnis wurde zu meiner Rettung.Ich gereichte allen zur Verachtung,
nichts war an mir, das Neid erregt hätte;
allen Menschen hatte ich Gutes getan,
und dafür wurde ich gehasst.
Sie haben mich umlagert wie wütende Hunde (Ps 21,17),
wie tollwütige, die auf ihre Herren losgehen;
ihr Verstand ist verdorben, ihr Geist entartet.Ich war es, der die Wasser mit meiner Rechten zurückgehalten hat,
meine Sanftmut hat ihrer Verbitterung standgehalten.
Ich bin nicht zugrunde gegangen, denn ich gehörte nicht zu ihrer Brut,
meine Herkunft war ganz und gar nicht die ihre.
Sie suchten mich zu töten, aber es gelang ihnen nicht,
ich war älter als ihre Erinnerung.Vergeblich fielen sie über mich her,
sie, die mir nachstellten;
vergeblich suchten sie auszulöschen
die Erinnerung an den, der vor ihnen war.
Der Ratschluss des Allerhöchsten – nichts ist größer,
sein Herz ist größer als alle Weisheit.
Halleluja !

Oden des Salomo (christlich- hebräischer Text, frühes 2. Jahrhundert)