Hochfest Verkündigung des Herrn (26.03.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
26 March 2012 07:34
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Liudger

1. Lesung: Buch Jesaja 7,10-14.8.10.
Psalm 40(39),7-8a.8b-9.10.11.
2. Lesung: Brief an die Hebräer 10,4-10.
Evangelium nach Lukas 1,26-38.
Kommentar Für Gott ist nichts unmöglich

Buch Jesaja 7,10-14.8.10.

Der Herr sprach noch einmal zu Ahas; er sagte:
Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe.
Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen.
Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müßt ihr auch noch meinen Gott belästigen?
Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.
Denn das Haupt von Aram ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin. Noch fünfundsechzig Jahre, dann wird Efraim zerschlagen, es wird aufhören, ein Volk zu sein.
Der Herr sprach noch einmal zu Ahas; er sagte:

Psalm 40(39),7-8a.8b-9.10.11.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.
darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.
Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag' ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.
Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht im Herzen, ich spreche von deiner Treue und Hilfe, ich schweige nicht über deine Huld und Wahrheit vor der großen Gemeinde.

2. Lesung: Brief an die Hebräer 10,4-10.

Evangelium nach Lukas 1,26-38.

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Für Gott ist nichts unmöglich

Wir feiern heute das wunderbare Fest der Verkündigung des Herrn. Wir feiern den Beginn unserer Erlösung und verkünden den aus Liebe und Kraft geborenen Ratschluss Gottes. Denn wenn der Herr des Universums sich auf die Suche nach seinen geflohenen Dienern gemacht hätte, um sie abzuurteilen und nicht, um ihnen seine Güte zu erweisen, hätte er sich niemals mit dieser zerbrechlichen irdenen Hülle bekleidet (Gen 2,7), in der er mit uns und für uns leiden konnte. Die Heiden halten dies – um ein Wort des hl. Paulus aufzugreifen – für Schwäche und Torheit (1 Kor 1,23.25); denn sie gründen ihr Denken auf nichtige Philosophie und fällen Urteile über den Schöpfer nach den Gesetzen der Schöpfung. Gibt es eine größere Bezeigung von Macht, als eine Jungfrau – entgegen den Gesetzten der Natur – ein Kind empfangen zu lassen? Und eine sterbliche Natur, die unser Fleisch angenommen hat, durch den Tod hindurch zur Herrlichkeit der Unsterblichkeit zu führen? Aus diesem Grund sagte der Apostel: „Das  Törichte an Gott ist weiser als die Menschen“ (vgl. 25)... Heute wird der Schoß der Jungfrau zum Tor des Himmels, durch das Gott zu den Menschen herabsteigt, um sie in den Himmel emporsteigen zu lassen.    

Hl. Yvo von Chartres (um 1040-1116), Bischof