Samstag nach Aschermittwoch (25.02.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
25 February 2012 10:18
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Walburga

1. Lesung: Buch Jesaja 58,9b-14.
Psalm 86(85),1-2.3-4.5-6.
Evangelium nach Lukas 5,27-32.
Kommentar «Er stand auf, verließ alles und folgte ihm»: Fasten führt zur Taufe

Buch Jesaja 58,9b-14.

Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.
dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
Der Herr wird dich immer führen, auch im dürren Land macht er dich satt und stärkt deine Glieder. Du gleichst einem bewässerten Garten, einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt.
Deine Leute bauen die uralten Trümmerstätten wieder auf, die Grundmauern aus der Zeit vergangener Generationen stellst du wieder her.Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht.
Wenn du am Sabbat nicht aus dem Haus gehst und an meinem heiligen Tag keine Geschäfte machst, wenn du den Sabbat (den Tag der) Wonne nennst, einen Ehrentag den heiligen Tag des Herrn, wenn du ihn ehrst, indem du keine Gänge machst, keine Geschäfte betreibst und keine Verhandlungen führst,
dann wirst du am Herrn deine Wonne haben, dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren und das Erbe deines Vaters Jakob genießen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Psalm 86(85),1-2.3-4.5-6.

[Ein Gebet Davids.] Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr! Denn ich bin arm und gebeugt.
Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!
Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
Herr, erfreue deinen Knecht; denn ich erhebe meine Seele zu dir.
Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
Herr, vernimm mein Beten, achte auf mein lautes Flehen!

Evangelium nach Lukas 5,27-32.

Als Jesus von dort wegging, sah er einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Da stand Levi auf, verließ alles und folgte ihm.
Und er gab für Jesus in seinem Haus ein großes Festmahl. Viele Zöllner und andere Gäste waren mit ihnen bei Tisch.
Da sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten voll Unwillen zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken?
Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.

«Er stand auf, verließ alles und folgte ihm»: Fasten führt zur Taufe

Ihr seid Katechumenen, unterwegs zur Taufe, Jünger des Neuen Bundes, und ihr habt – jetzt schon durch Berufung und bald auch durch Gnade – Anteil  an den Geheimnissen Christi. Ihr habt euch „ein neues Herz und einen neuen Geist“ (EZ 18,331) geschaffen zur Freude derer, die im Himmel wohnen. Wenn schon, wie es im Evangelium steht, die Umkehr eines einzigen Sünders solch große Freude hervorruft (Lk 15,7), um wie viel größere Freude wird bei den Bewohnern des Himmels das Heil so Vieler verursachen? Ihr habt euch auf eine gute und sehr schöne Reise gemacht: bemüht euch, den Weg mit großer Leidenschaft zu gehen! Gottes einziger Sohn ist da, um euch zu erlösen; er spricht: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28). Ihr, die ihr unter dem Joch der Sünde steht, gebunden durch die Ketten eures Versagens – hört, was die Stimme eines Propheten spricht: „Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun“ (Jes 1,16); dann kann der Chor der Engel euch zurufen: „Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist!“ (Ps 32,1) Ihr habt gerade erst die Lampen des Glaubens angezündet: mögen eure flinken Hände die Flamme bewahren, damit er, der auf unserem heiligen Hügel von Golgota dem Schächer wegen seines Glaubens das Paradies erschlossen hat (Lk 23, 43), es euch gewähre, das Hochzeitslied zu singen. Wenn hier einer ist, der der Sünde verfallen ist, der möge sich mit dem Taufglauben auf die Wiedergeburt vorbereiten. Durch sie wird er ein freier Mensch, einer  der Adoptivsöhne. Er soll die beklagenswerte Versklavung durch seine Sünden abschütteln und ein seliger Sklave des Herrn werden... Erwerbt euch durch den Glauben „die ersten Gaben des Heiligen Geistes“ (2 Kor 5,5), damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werden könnt. Kommt zum Sakrament, das euch kennzeichnen wird als zukünftige Hausgenossen des Herrn.      

Hl. Cyrill von Jerusalem (313 – 350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer