Montag der 6. Woche im Jahreskreis (13.02.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
13 February 2012 07:14
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Adolf,  Hl. Ekkehard,  Hl. Ermenhild,  Hl. Gisela,  Hl. Gosbert,  Hl. Jordan,  Hl. Kastor,  Hl. Wiho

1. Lesung: Brief des Jakobus 1,1-11.
Psalm 119,67.68.71.72.75.76.
Evangelium nach Markus 8,11-13.
Kommentar Die die glauben sehen die Zeichen

Brief des Jakobus 1,1-11.

Jakobus, Knecht Gottes und Jesu Christi, des Herrn, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung leben.
Seid voll Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet.
Ihr wisst, dass die Prüfung eures Glaubens Ausdauer bewirkt.
Die Ausdauer aber soll zu einem vollendeten Werk führen; denn so werdet ihr vollendet und untadelig sein, es wird euch nichts mehr fehlen.
Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.
Wer bittet, soll aber voll Glauben bitten und nicht zweifeln; denn wer zweifelt, ist wie eine Welle, die vom Wind im Meer hin und her getrieben wird.
Ein solcher Mensch bilde sich nicht ein, dass er vom Herrn etwas erhalten wird:
Er ist ein Mann mit zwei Seelen, unbeständig auf all seinen Wegen.
Der Bruder, der in niederem Stand lebt, rühme sich seiner hohen Würde,
der Reiche aber seiner Niedrigkeit; denn er wird dahinschwinden wie die Blume im Gras.
Die Sonne geht auf und ihre Hitze versengt das Gras; die Blume verwelkt und ihre Pracht vergeht. So wird auch der Reiche vergehen mit allem, was er unternimmt.

Psalm 119,67.68.71.72.75.76.

Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre; nun aber halte ich mich an deine Verheißung.
Du bist gut und wirkst Gutes. Lehre mich deine Gesetze!
Daß ich gedemütigt wurde, war für mich gut; denn so lernte ich deine Gesetze.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Herr, ich weiß, daß deine Entscheide gerecht sind; du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld, wie du es deinem Knecht verheißen hast.

Evangelium nach Markus 8,11-13.

Da kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit ihm; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen.
Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden.
Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

Die die glauben sehen die Zeichen

Die Merkmale des Glaubens. Der Glaube und der Verstand:Der Beweggrund, zu glauben, liegt nicht darin, daß die geoffenbarten Wahrheiten im Licht unserer natürlichen Vernunft wahr und einleuchtend erscheinen. Wir glauben ,,wegen der Autorität des offenbarenden Gottes selbst, der weder sich täuschen noch täuschen kann" (I. Vatikanisches Konzil). ,,Damit nichtsdestoweniger der Gehorsam unseres Glaubens mit der Vernunft übereinstimmend sei, wollte Gott, daß mit den inneren Hilfen des Heiligen Geistes äußere Beweise seiner Offenbarung verbunden werden". So sind die Wunder Christi und der Heiligen [Vgl. Mk 16,20; Hebr 2,4.], die Weissagungen, die Ausbreitung und Heiligkeit der Kirche, ihre Fruchtbarkeit und ihr Fortbestehen ,,ganz sichere und dem Erkenntnisvermögen aller angepaßte Zeichen der göttlichen Offenbarung", Beweggründe der Glaubwürdigkeit, die zeigen, daß ,,die Zustimmung zum Glauben keineswegs eine blinde Regung des Herzens ist" (I. Vatikanisches Konzil). Der Glaube ist gewiß, gewisser als jede menschliche Erkenntnis, denn er gründet auf dem Wort Gottes, das nicht lügen kann. Zwar können die geoffenbarten Wahrheiten der menschlichen Vernunft und Erfahrung dunkel erscheinen, aber "die Gewißheit durch das göttliche Licht ist größer als die Gewißheit durch das Licht der natürlichen Vernunft" (Hl. Thomas v. Aquin). "Zehntausend Schwierigkeiten machen keinen einzigen Zweifel aus" (Sel. J. H. Newman). "Der Glaube sucht zu verstehen" (Hl. Anselm). Wer wirklich glaubt, sucht den, in den er seinen Glauben setzt, besser zu erkennen und das von ihm Geoffenbarte besser zu verstehen... Glaube und Wissenschaft. "Auch wenn der Glaube über der Vernunft steht, so kann es dennoch niemals eine wahre Unstimmigkeit zwischen Glauben und Vernunft geben: denn derselbe Gott, der die Geheimnisse offenbart und den Glauben eingießt, hat in den menschlichen Geist das Licht der Vernunft gelegt; Gott aber kann sich nicht selbst verleugnen, noch (kann] jemals Wahres Wahrem widersprechen" (I. Vatikanisches Konzil). "Deshalb wird die methodische Forschung in allen Disziplinen, wenn sie in einer wirklich wissenschaftlichen Weise und gemäß den sittlichen Normen vorgeht, niemals dem Glauben wahrhaft widerstreiten, weil die profanen Dinge und die Dinge des Glaubens sich von demselben Gott herleiten. Ja, wer bescheiden und ausdauernd die Geheimnisse der Dinge zu erforschen versucht, wird, auch wenn er sich dessen nicht bewußt ist, gleichsam an der Hand Gottes geführt, der alle Dinge trägt und macht, daß sie das sind, was sie sind" (II. Vatikanisches Konzil).