Gedenktag des Hl. Timotheus und Titus, Bischöfe und Apostelschüler (26.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
26 January 2012 06:37
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Timotheus und Hl. Titus

1. Lesung: Brief des Apostel Paulus an Titus 1,1-5.
Psalm 96(95),1-2a.2b-3.7-8a.10.
Evangelium nach Lukas 10,1-9.
Kommentar Timotheus und Titus verbreiten den Glauben der Apostel in der ganzen Welt

Brief des Apostel Paulus an Titus 1,1-5.

Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, berufen, um die Auserwählten Gottes zum Glauben und zur Erkenntnis der wahren Gottesverehrung zu führen,
in der Hoffnung auf das ewige Leben, das der wahrhaftige Gott schon vor ewigen Zeiten verheißen hat;
jetzt aber hat er zur vorherbestimmten Zeit sein Wort offenbart in der Verkündigung, die mir durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, anvertraut ist.
An Titus, seinen echten Sohn aufgrund des gemeinsamen Glaubens: Gnade und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Retter.
Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu Ende führst und in den einzelnen Städten Älteste einsetzt, wie ich dir aufgetragen habe.

Psalm 96(95),1-2a.2b-3.7-8a.10.

Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen, verkündet sein Heil von Tag zu Tag!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen, verkündet sein Heil von Tag zu Tag!
Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit, bei allen Nationen von seinen Wundern!
Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, spendet Opfergaben, und tretet ein in sein Heiligtum!Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König. Den Erdkreis hat er gegründet, so daß er nicht wankt. Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Evangelium nach Lukas 10,1-9.

Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Timotheus und Titus verbreiten den Glauben der Apostel in der ganzen Welt

Die Kirche heißt katholisch (oder universal), weil es sie auf der ganzen Welt gibt, von einem Ende zum anderen, und weil sie auf universale Weise und ohne an Kraft zu verlieren all das über die sichtbare und unsichtbare, über die himmlische und irdische Wirklichkeit lehrt, was zu wissen den Menschen nötig ist. Darüber hinaus heißt sie deshalb katholisch, weil sie die gesamte Menschheit der wahren Religion unterstellt: Fürsten und Untertane, Gelehrte und Ungebildete; und weil sie mit den unterschiedlichsten Verfehlungen der Seele und des Leibes sorgfältig umgeht; schließlich weil sie im Besitz sowohl aller Tugenden (wie immer man sie benennen mag) in Wort und Tat ist, als auch der verschiedensten geistigen Gaben. Die griechische Bezeichnung Ekklesia (was so viel heißt wie Herausrufung) trifft voll auf die Kirche zu; denn sie ruft und versammelt alle Menschen – so, wie es in Levitikus der Herr befiehlt: „Ruf die ganze Gemeinde am Eingang des Offenbarungszeltes zusammen“ (8,3)... Und in Deuteronomium sagt Gott zu Mose: „Ruf mir das Volk zusammen. Ich will sie meine Worte hören lassen“ (4,10)... Auch sagt der Psalmist: „Ich will dir danken in großer Gemeinde, vor zahlreichem Volk dich preisen“ (34,18)... In der Folge aber hat der Herr aus den Heidenvölkern eine zweite Versammlung einberufen, unsere heilige Kirche, die Kirche der Christen, von der er zu Petrus gesagt hat: „Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16,18)... Als die erste Versammlung, die Gemeinde in Judäa, vernichtet wurde, verbreiteten sich die Kirchen Christi über die ganze Erde. Von ihnen sprechen die Psalmen, wenn es heißt: „Singt dem Herrn ein neues Lied. Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen“ 149,1)... Über die gleiche heilige und katholische Kirche schreibt Paulus an Timotheus: „Du sollst wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist“ (1 Tim 3,15).

Hl. Cyrill von Jerusalem (313 – 350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer