Samstag der 2. Woche im Jahreskreis (21.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
21 January 2012 09:21
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Agnes,  Hl. Meinrad

1. Lesung: Zweite Buch des Samuel 1,1-4.11-12.19.23-27.
Psalm 80(79),2-3.5-7.
Evangelium nach Markus 3,20-21.
Kommentar Jesus schenkt sich hin bis zum Ende (vgl. Joh 13,1)

Zweite Buch des Samuel 1,1-4.11-12.19.23-27.

Als David nach dem Tod Sauls von seinem Sieg über die Amalekiter zurückgekehrt war und sich zwei Tage lang in Ziklag aufgehalten hatte,
kam am dritten Tag ein Mann aus dem Lager Sauls, mit zerrissenen Kleidern und Staub auf dem Haupt. Als er bei David angelangt war, warf er sich (vor ihm) auf den Boden nieder und huldigte ihm.
David fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete ihm: Ich habe mich aus dem Lager Israels gerettet.
David sagte zu ihm: Wie stehen die Dinge? Berichte mir! Er erwiderte: Das Volk ist aus dem Kampf geflohen, viele von den Männern sind gefallen und umgekommen; auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot.
Da faßte David sein Gewand und zerriß es, und ebenso (machten es) alle Männer, die bei ihm waren.
Sie klagten, weinten und fasteten bis zum Abend wegen Saul, seines Sohnes Jonatan, des Volkes des Herrn und des Hauses Israel, die unter dem Schwert gefallen waren.
Israel, dein Stolz liegt erschlagen auf deinen Höhen. Ach, die Helden sind gefallen!
Saul und Jonatan, die Geliebten und Teuren, im Leben und Tod sind sie nicht getrennt. Sie waren schneller als Adler, waren stärker als Löwen.
Ihr Töchter Israels, um Saul müßt ihr weinen; er hat euch in köstlichen Purpur gekleidet, hat goldenen Schmuck auf eure Gewänder geheftet.
Ach, die Helden sind gefallen mitten im Kampf. Jonatan liegt erschlagen auf deinen Höhen.
Weh ist mir um dich, mein Bruder Jonatan. Du warst mir sehr lieb. Wunderbarer war deine Liebe für mich als die Liebe der Frauen.
Ach, die Helden sind gefallen, die Waffen des Kampfes verloren.

Psalm 80(79),2-3.5-7.

Du Hirte Israels, höre, der du Josef weidest wie eine Herde! Der du auf den Kerubim thronst, erscheine
vor Efraim, Benjamin und Manasse! Biete deine gewaltige Macht auf, und komm uns zu Hilfe!
Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, während dein Volk zu dir betet?
Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, sie überreich getränkt mit Tränen.Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, und unsere Feinde verspotten uns.

Evangelium nach Markus 3,20-21.

Jesus ging in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, daß er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten.
Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

Jesus schenkt sich hin bis zum Ende (vgl. Joh 13,1)

O Jesus, Du Nahrung der Seelen, die jede naturgegebene Wirklichkeit übersteigt, dieses große Volk schreit zu Dir. Es versucht mit aller Kraft, seiner menschlichen und christlichen Berufung neue Lebenskraft zu geben, ihre inneren Tugenden zu verschönern und ist jederzeit bereit, das Opfer zu bringen, für das Du selbst das Urbild bist durch Dein Wort und Beispiel. Du bist der erste unter unseren Brüdern. Du bist einem jeden unserer Schritte zuvorgekommen. Du hast unser aller Sünden vergeben. Und Du berufst sie alle zu einem großherzigeren Lebenszeugnis, das zugleich lebendiger und verständnisvoller ist.Jesus, Du „Brot des Lebens“ (Joh 6,35), Du einzigartige und einzige Speise der Seele, lade alle Völker an Deinen Tisch. Schon auf Erden ist er göttliche Wirklichkeit, Unterpfand der himmlischen Güter, Sicherheit der glücklichen Verständigung zwischen den Völkern und eines friedlichen Kampfes für einen wahrhaftigen Fortschritt und Menschlichkeit. Durch Dich und von Dir genährt, werden die Menschen erstarken im Glauben, froh werden in der Hoffnung und zuvorkommend in der tätigen Liebe. Die Menschen guten Willens werden triumphieren über alle Fallen, die der Böse stellt. Sie werden triumphieren über den Egoismus und die Trägheit. Und die aufrichtigen Menschen, die Gott fürchten, werden vernehmen, dass sie sich über die Erde erheben sollen, für das die Kirche hier unten ein Bild sein soll, gleichsam ein erstes geheimnisvolles und zartes Echo der Gottesstadt. Du führst uns auf den guten Weideplatz und Du behütest uns. Zeige uns, Jesus, Deine Güte im Land der Lebenden (vgl. Ps 27,13).

Sel. Johannes XXIII., Papst