Mittwoch der 2. Woche im Jahreskreis (18.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
18 January 2012 07:43
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Margareta von Ungarn,  Hl. Odilo,  Sel. Regina Protmann

1. Lesung: Erste Buch des Samuel 17,32-33.37.40-51.
Psalm 144,1.2.9-10.
Evangelium nach Markus 3,1-6.
Kommentar „Man beobachtete Jesus... um ihn anklagen zu können.“

Erste Buch des Samuel 17,32-33.37.40-51.

David sagte zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.
Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend.
Und David sagte weiter: Der Herr, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der Herr sei mit dir.
nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte (und) die (ihm als) Schleudersteintasche (diente). Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu.
Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her.
Voll Verachtung blickte der Philister David an, als er ihn sah; denn David war noch sehr jung, er war blond und von schöner Gestalt.
Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, daß du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern.
Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren (zum Fraß) geben.
David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heere, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast.
Heute wird dich der Herr mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Die Leichen des Heeres der Philister werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren (zum Fraß) geben. Alle Welt soll erkennen, daß Israel einen Gott hat.
Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, daß der Herr nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; denn es ist ein Krieg des Herrn, und er wird euch in unsere Gewalt geben.
Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David von der Schlachtreihe (der Israeliten) aus schnell dem Philister entgegen.
Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein, und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden.
So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben.
Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, schlug ihm den Kopf ab und tötete ihn. Als die Philister sahen, daß ihr starker Mann tot war, flohen sie.

Psalm 144,1.2.9-10.

[Von David] Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist, der meine Hände den Kampf gelehrt hat, meine Finger den Krieg.
Du bist meine Huld und Burg, meine Festung, mein Retter, mein Schild, dem ich vertraue. Er macht mir Völker untertan.
Ein neues Lied will ich, o Gott, dir singen, auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,
der du den Königen den Sieg verleihst und David, deinen Knecht, errettest. Vor dem bösen Schwert

Evangelium nach Markus 3,1-6.

Als er ein andermal in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war.
Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!
Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen.
Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund.
Da gingen die Pharisäer hinaus und faßten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluß, Jesus umzubringen.

„Man beobachtete Jesus... um ihn anklagen zu können.“

Zur Zeit des Gebetes sollst du dich ganz von Frieden und Liebe durchdringen lassen...; oh Friede Gottes, der alle Erkenntnis übersteigt (vgl. Phil 4,7), gefällig und angenehm, sanft und allem vorzuziehen; überall, wo du eindringst, herrscht unverwüstliche Sicherheit. Du allein hast die Macht, den Zorn des Herrschers zu bremsen; du zierst den Thron des Königs durch deine Milde; du erleuchtest das Reich der Herrlichkeit durch dein Erbarmen und deine Barmherzigkeit. Ich bitte dich inständig, nimm meine Sache in deine Hand, der ich schuldig und unwürdig bin... Schon steht der Gläubiger vor der Tür... und es ist nicht klug, mit ihm zu sprechen, denn ich habe nichts, womit ich meine Schuld bezahlen könnte. Allersüßester Jesus, mein Friede, wie lange wirst du dies verschweigen?... Ich bitte dich inständig, jetzt wenigstens rede zu mir und sprich dieses liebevolle Wort: „Ich selbst werde dich loskaufen“ Du bist ja wirklich die Zuflucht aller Armen. Du gehst an niemandem vorbei, ohne ihm dein Heil zu schenken. Niemals hast du den von dir scheiden lassen, der sich zu dir geflüchtet hat, ohne dass er versöhnt wäre...
Ich bitte dich inständig, meine Liebe, mein Jesus, zu dieser Stunde des Tages wurdest du für mich gegeißelt, mit Dornen gekrönt, erbärmlich mit Leiden überhäuft. Du bist mein wahrhaftiger König, außer dir kenne ich niemand. Du hast dich zum Spott der Menschen gemacht, verstoßen und abstoßend wie ein Aussätziger (vgl. Jes 53,3), dass Judäa es zurückweist, dich als seinen König zu erkennen (Joh 19,14-15). Dass doch wenigstens ich, durch deine Gnaden gestärkt, dich als meinen König anerkenne! Mein Gott, gibt mir diesen Unschuldigen, diesen so zärtlich Geliebten, meinen Jesus, der für mich so vollständig zurückgezahlt hat, „was er nicht an sich genommen hatte“ (vgl. Ps 68,5). Gib ihn mir, dass er die Stütze meiner Seele sei. Dass ich ihn in meinem Herzen empfange, dass er durch die Bitterkeit seiner Leiden und seiner Passion meinen Geist aufrichte...
Und du, Friede Gottes, sei die liebe Fessel, die mich für immer an Jesus bindet. Sei die Stütze meiner Kraft..., dass ich nurmehr „ein Herz und eine Seele“ mit Jesus sei (vgl. Apg 4,32)... Durch dich werde ich auf ewig an meinen Jesus gefesselt sein.  

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301), Benediktinerin