Samstag der 1. Woche im Jahreskreis (14.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
14 January 2012 09:21
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Felix,  Sel. Englmar,  Hl. Berno,  Hl. Fulgentius,  Hl. Heilika (Helga) von Köln,  Sel. Petrus Donders

1. Lesung: Erste Buch des Samuel 9,1-4.17-19.10,1a.
Psalm 21(20),2-3.4-5.6-7.
Evangelium nach Markus 2,13-17.
Kommentar «Der Mann stand auf und folgte ihm»

Erste Buch des Samuel 9,1-4.17-19.10,1a.

Damals lebte in Benjamin ein Mann namens Kisch, ein Sohn Abiëls, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Afiachs, ein wohlhabender Benjaminiter.
Er hatte einen Sohn namens Saul, der jung und schön war; kein anderer unter den Israeliten war so schön wie er; er überragte alle um Haupteslänge.
Eines Tages verliefen sich die Eselinnen von Sauls Vater Kisch. Da sagte Kisch zu seinem Sohn Saul: Nimm einen von den Knechten, mach dich mit ihm auf den Weg, und such die Eselinnen!
Sie durchquerten das Gebirge Efraim und durchstreiften das Gebiet von Schalischa, fanden sie aber nicht. Sie zogen durch das Gebiet von Schaalim - ohne Erfolg; dann durchwanderten sie das Land Jemini, fanden sie aber wieder nicht.
Als Samuel Saul sah, sagte der Herr zu ihm: Das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe: Der wird über mein Volk herrschen.
Saul trat mitten im Tor zu Samuel und fragte: Sag mir doch, wo das Haus des Sehers ist.
Samuel antwortete Saul: Ich bin der Seher. Geh vor mir her zur Kulthöhe hinauf! Ihr sollt heute mit mir essen. Morgen früh will ich dich dann weiterziehen lassen. Ich werde dir Auskunft über alles geben, was du auf dem Herzen hast.
Da nahm Samuel den Ölkrug und goß Saul das Öl auf das Haupt, küßte ihn und sagte: Hiermit hat der Herr dich zum Fürsten über sein Erbe gesalbt.

Psalm 21(20),2-3.4-5.6-7.

An deiner Macht, Herr, freut sich der König; über deine Hilfe, wie jubelt er laut!
Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt, ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten. [Sela]
Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück, du kröntest ihn mit einer goldenen Krone.
Leben erbat er von dir, du gabst es ihm, viele Tage, für immer und ewig.
Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe, du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht.
Du machst ihn zum Segen für immer; wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude.

Evangelium nach Markus 2,13-17.

Jesus ging wieder hinaus an den See. Da kamen Scharen von Menschen zu ihm, und er lehrte sie.
Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, aßen viele Zöllner und Sünder zusammen mit ihm und seinen Jüngern; denn es folgten ihm schon viele.
Als die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, daß er mit Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

«Der Mann stand auf und folgte ihm»

Mein vielgeliebter Erlöser, hier ist mein Herz, ich gebe es dir ganz und gar; es gehört nicht mehr mir, es gehört dir. Als du in die Welt kamst, hast du dem Ewigen Vater deinen ganzen Willen dargebracht, so wie du es uns durch den Mund Davids wissen lässt. In der Schriftrolle des Gesetzes steht über mich geschrieben, dass ich deinen Willen tun werde. (Ps 40,8-9). Und so übergebe ich dir, mein vielgeliebter Retter, heute meinen ganzen Willen. Einst widersetzte er sich deinem Willen, damit habe ich dich gekränkt. Jetzt bedauere ich von ganzem Herzen, dass ich ihn so benützte, und auch alle meine Sünden, die mir so kläglich deine Freundschaft raubten. Ich empfinde tiefe Reue, und ich weihe dir meinen Willen ohne Vorbehalt. „Herr, was soll ich tun?“ (Apg 22,10) Herr, sage mir, was du von mir verlangst. Ich bin bereit alles zu tun, was du willst. Verfüge über mich und über das, was mir gehört, nach deinem Gutdünken. Ich nehme alles an und stimme allem zu. Ich weiß, dass du mein Bestes willst. „In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist“ (Ps 31,6). Erbarme dich seiner und hilf ihm, bewahre ihn, mach ihn für immer dir zu eigen, ja ganz zu eigen; denn du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott“ (Ps 30,6), durch dein Blut.  

Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696 – 1787), Bischof und Kirchenlehrer