Donnerstag der 1. Woche im Jahreskreis (12.01.2012)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
12 January 2012 08:10
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages: Hl. Aelred,  Hl. Hilda,  Hl. Johann Kaspar Kratz,  Hl. Marguerite Bourgeoys,  Hl. Tatjana von Rom,  Hl. Antonius Pucci,  Hl. Benedikt Biscop Baducing,  Hl. Ernestus (Ernst),  Sel. Pierre-Francois Jamet

1. Lesung: Erste Buch des Samuel 4,1-11.
Psalm 44(43),10-11.14-15.24-25.
Evangelium nach Markus 1,40-45.
Kommentar «Jesus hatte Mitleid mit dem Mann, streckte die Hand aus und berührte ihn»

Erste Buch des Samuel 4,1-11.

Das Wort Samuels erging an ganz Israel. Israel zog gegen die Philister in den Krieg. Sie schlugen ihr Lager bei Eben-Eser auf, und die Philister hatten ihr Lager in Afek.
Die Philister rückten in Schlachtordnung gegen Israel vor, und der Kampf wogte hin und her. Israel wurde von den Philistern besiegt, die von Israels Heer auf dem Feld etwa viertausend Mann erschlugen.
Als das Volk ins Lager zurückkam, sagten die Ältesten Israels: Warum hat der Herr heute die Philister über uns siegen lassen? Wir wollen die Bundeslade des Herrn aus Schilo zu uns holen; er soll in unsere Mitte kommen und uns aus der Gewalt unserer Feinde retten.
Das Volk schickte also (Männer) nach Schilo, und sie holten von dort die Bundeslade des Herrn der Heere, der über den Kerubim thront. Hofni und Pinhas, die beiden Söhne Elis, begleiteten die Bundeslade Gottes.
Als nun die Bundeslade des Herrn ins Lager kam, erhob ganz Israel ein lautes Freudengeschrei, so daß die Erde dröhnte.
Die Philister hörten das laute Geschrei und sagten: Was ist das für ein lautes Geschrei im Lager der Hebräer? Als sie erfuhren, daß die Lade des Herrn ins Lager gekommen sei,
fürchteten sich die Philister; denn sie sagten: Gott ist zu ihnen ins Lager gekommen. Und sie riefen: Weh uns! Denn so etwas ist früher nie geschehen.
Weh uns! Wer rettet uns aus der Hand dieses mächtigen Gottes? Das ist der Gott, der Ägypten mit allerlei Plagen [in der Wüste] geschlagen hat.
Seid tapfer, Philister, und seid Männer, damit ihr nicht den Hebräern dienen müßt, wie sie euch gedient haben. Seid Männer und kämpft!
Da traten die Philister zum Kampf an, und Israel wurde besiegt, so daß alle zu ihren Zelten flohen. Es war eine sehr schwere Niederlage. Von Israel fielen dreißigtausend Mann Fußvolk.
Die Lade Gottes wurde erbeutet, und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, fanden den Tod.

Psalm 44(43),10-11.14-15.24-25.

Doch nun hast du uns verstoßen und mit Schmach bedeckt, du ziehst nicht mit unserm Heer in den Kampf.
Du läßt uns vor unsern Bedrängern fliehen, und Menschen, die uns hassen, plündern uns aus.
Du machst uns zum Schimpf für die Nachbarn, zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.
Du machst uns zum Spottlied der Völker, die Heiden zeigen uns nichts als Verachtung.
Wach auf! Warum schläfst du, Herr? Erwache, verstoß nicht für immer!
Warum verbirgst du dein Gesicht, vergißt unsere Not und Bedrängnis?

Evangelium nach Markus 1,40-45.

Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde.
Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein!
Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein.
Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein:
Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.
Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so daß sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

«Jesus hatte Mitleid mit dem Mann, streckte die Hand aus und berührte ihn»

Die Armen dürsten nach Wasser, aber auch nach Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit. Sie sind nackt und brauchen Kleider, aber auch Menschenwürde und Mitleid mit den Sündern. Die Armen haben keine Unterkunft und brauchen ein Obdach aus Ziegeln, aber auch ein fröhliches Herz, mitleidig und voller Liebe. Sie sind krank und brauchen ärztliche Versorgung, aber auch eine helfende Hand und ein freundliches Lächeln. Die Ausgegrenzten, Verstoßenen, Gefangenen, Alkoholiker, Sterbenden, Einsamen und Verlassenen; diejenigen, die am Rande leben, die Unberührbaren und Leprakranken...; alle, die zweifeln und verwirrt sind, die nicht vom Licht Christi berührt worden sind, die nach dem Wort und dem Frieden Gottes hungern, die traurig und bedrückt sind...; die eine Last für die Gesellschaft sind, die alle Hoffnung und allen Glauben an das Leben verloren haben; die nicht mehr lächeln können und es verlernt haben, ein bisschen menschliche Wärme, eine Geste der Liebe und Freundschaft anzunehmen – sie alle kommen zu uns um Trost. Wenn wir ihnen den Rücken zukehren, kehren wir Christus den Rücken zu.        
  

Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe