Dienstag der 12. Woche im Jahreskreis (26.06.2018)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
26 June 2018 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Josemaría Escrivá

1. Lesung: Zweites Buch der Könige 19,9b-11.14-21.31-35a.36.
Psalm 48(47),2-3ab.3cd-4.10-11.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 7,6.12-14.
Kommentar ?Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!?

Zweites Buch der Könige 19,9b-11.14-21.31-35a.36.

In jenen Tagen schickte Sanherib, der König von Assur, Boten zu Hiskija, dem König von Juda, mit dem Auftrag:
So sollt ihr zu Hiskija, dem König von Juda, sagen: Lass dir nicht von deinem Gott, auf den du vertraust, einreden, Jerusalem werde dem König von Assur nicht in die Hände fallen.
Du hast doch gehört, was die Könige von Assur mit allen anderen Ländern gemacht haben. Sie haben sie dem Untergang geweiht. Und du meinst, du wirst gerettet?
Hiskija nahm das Schreiben von den Boten in Empfang und las es. Dann ging er zum Haus des Herrn hinauf, breitete das Schreiben vor dem Herrn aus
und betete vor dem Herrn; er sagte: Herr, Gott Israels, der über den Kerubim thront, du allein bist der Gott aller Reiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Wende mir dein Ohr zu, Herr, und höre! Öffne, Herr, deine Augen und sieh her! Hör alles, was Sanherib sagt, der seinen Boten hergesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen.
Es ist wahr, Herr, die Könige von Assur haben die Völker vernichtet, ihre Länder verwüstet
und ihre Götter ins Feuer geworfen. Aber das waren keine Götter, sondern Werke von Menschenhand, aus Holz und Stein; darum konnte man sie vernichten.
Nun aber, Herr, unser Gott, rette uns aus seiner Hand, damit alle Reiche der Erde erkennen, dass du, Jahwe, Gott bist, du allein.
Jesaja, der Sohn des Amoz, schickte zu Hiskija einen Boten und ließ ihm sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe gehört, wie du wegen des Königs Sanherib von Assur zu mir gebetet hast.
Das ist das Wort des Herrn gegen ihn: Dich verachtet, dich verspottet die Jungfrau, die Tochter Zion. Die Tochter Jerusalem schüttelt spöttisch den Kopf über dich.
Denn von Jerusalem wird ein Rest ausziehen, vom Berg Zion ziehen die Geretteten hinaus. Der leidenschaftliche Eifer des Herrn wird das vollbringen.
Darum - so spricht der Herr über den König von Assur: Er wird nicht in diese Stadt eindringen; er wird keinen einzigen Pfeil hineinschießen, er wird nicht unter dem Schutz seines Schildes gegen sie anrennen und keinen Damm gegen sie aufschütten.
Auf dem Weg, auf dem er gekommen ist, wird er wieder zurückkehren. Aber in diese Stadt wird er nicht eindringen - Spruch des Herrn.
Ich werde diese Stadt beschützen und retten, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Assyrer hundertfünfundachtzigtausend Mann.
Da brach Sanherib, der König von Assur, auf und kehrte in sein Land zurück. Er blieb in Ninive.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 48(47),2-3ab.3cd-4.10-11.

Groß ist der Herr und hoch zu preisen
in der Stadt uns'res Gottes.
Sein heiliger Berg ragt herrlich empor;
er ist die Freude der ganzen Welt.Der Berg Zion liegt weit im Norden;
er ist die Stadt des großen Königs.
Gott ist in ihren Häusern bekannt
als ein sicherer Schutz.Über deine Huld, o Gott, denken wir nach
in deinem heiligen Tempel.
Wie dein Name, Gott, so reicht dein Ruhm bis an die Enden der Erde;
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 7,6.12-14.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.
Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm.
Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

?Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!?

Was nimmt in der Nächstenliebe den ersten Platz ein? Was bringt ein Herz hervor, das von dieser Liebe beseelt ist? Was quillt aus ihm hervor, im Unterschied zu einem Menschenherzen, das diese Liebe nicht hat? Mit einem jeden gut umgehen, ganz so, wie auch wir vernünftigerweise erwarten, dass man mit uns umgehe. Genau das ist Nächstenliebe. Handle ich denn wirklich so an meinem Nächsten, wie ich es mir von ihm wünsche? Da muss ich mich aber doch gründlich prüfen [...]

 

Schauen wir auf den Sohn Gottes: welch liebendes Herz, welch brennende Liebe! Oh mein Jesus! Sage uns bitte ein wenig, was hat Dich herabgezogen vom Himmel, dass Du gekommen bist, um den Fluch der Erde zu tragen, um so viele Verfolgungen und Qualen zu leiden? Oh Heiland! Oh Quelle der Liebe, erniedrigt bis zu uns und bis zu einer ruchlosen Marter, wer hat darin den Nächsten mehr geliebt als Du? Du bist gekommen, Dich all unserem Elend auszusetzen, die Gestalt eines Sünders anzunehmen, ein leidvolles Leben zu führen und einen schimpflichen Tod für uns zu erdulden! Gibt es eine ähnliche Liebe? [...] Nur unser Herr ist so entflammt von der Liebe zu den Geschöpfen, dass er den Thron seines Vaters verlässt, um einen Leib anzunehmen, der der Schwachheit unterworfen ist.

 

Und warum tat er es? Um unter uns durch sein Wort und Beispiel die Liebe zu Gott und den Nächsten zu begründen. Liebe Freunde, hätten wir ein wenig von dieser Liebe, würden wir dann weiterhin die Hände in den Schoß legen? [...] O nein! Liebe kann nicht untätig bleiben. Sie bewirkt, dass wir uns um das Heil und die Tröstung der Anderen kümmern.

 

 

    

Hl. Vinzenz von Paul (1581-1660), Priester, Ordensgründer