Samstag der 11. Woche im Jahreskreis (23.06.2018)

Von: Evangelium Tag für Tag - evangelizo.org
23 June 2018 00:00
Kategorie: Evangelium Tag für Tag

Heilige/r des Tages:Hl. Etheldreda von Ely (Edeltraud)

1. Lesung: Zweites Buch der Chronik 24,17-25.
Psalm 89(88),4-5.29-30.31-32.33-34.
2. Lesung:
Evangelium nach Matthäus 6,24-34.
Kommentar Wie schön sind deine Werke, Herr!

Zweites Buch der Chronik 24,17-25.

Nach dem Tod des Priesters Jojada kamen die führenden Männer Judas zum König und warfen sich vor ihm nieder. Dieser hörte damals auf sie,
so dass sie den Bund des Herrn, des Gottes ihrer Väter, verließen und die Kultpfähle und Götzenbilder verehrten. Wegen dieser Schuld kam ein Zorngericht über Juda und Jerusalem.
Der Herr schickte Propheten zu ihnen, um sie zur Umkehr zum Herrn zu bewegen, aber man hörte nicht auf ihre Warnung.
Da kam der Geist Gottes über Secharja, den Sohn des Priesters Jojada. Er trat vor das Volk und hielt ihm vor: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des Herrn? So könnt ihr kein Glück mehr haben. Weil ihr den Herrn verlassen habt, wird er euch verlassen.
Sie aber taten sich gegen ihn zusammen und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Hof des Hauses des Herrn.
König Joasch dachte nicht mehr an die Treue, mit der ihm Jojada, der Vater Secharjas, gedient hatte, sondern ließ dessen Sohn töten. Dieser aber rief sterbend aus: Der Herr möge es sehen und vergelten.
Um die Jahreswende zog das Heer der Aramäer gegen Joasch. Sie drangen nach Juda und Jerusalem vor und machten alle führenden Männer des Volkes nieder. Ihre gesamte Beute brachte man zum König von Damaskus.
Mit nur wenig Kriegern war das Heer der Aramäer gekommen; aber der Herr gab ein sehr großes Heer in ihre Gewalt, weil die Israeliten den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. So vollzogen die Aramäer an Joasch das Strafgericht.
Als sie abzogen und ihn schwer krank zurückließen, verschworen sich seine Diener gegen ihn wegen der Blutschuld am Sohn des Priesters Jojada und erschlugen ihn auf seinem Bett. Man begrub ihn in der Davidstadt, aber nicht in den Gräbern der Könige.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Psalm 89(88),4-5.29-30.31-32.33-34.

Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten
und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand,
und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf.»Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren,
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.
Sein Geschlecht lasse ich dauern für immer
und seinen Thron, solange der Himmel währt.Wenn seine Söhne meine Weisung verlassen,
nicht mehr leben nach meiner Ordnung,
wenn sie meine Gesetze entweihen,
meine Gebote nicht mehr halten,dann werde ich ihr Vergehen mit der Rute strafen
und ihre Sünde mit Schlägen.
Doch ich entziehe ihm nicht meine Huld,
breche ihm nicht die Treue.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

2. Lesung:


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Matthäus 6,24-34.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.
Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Wie schön sind deine Werke, Herr!

Die Schönheit der Dinge, mit der Vielfalt des Lichts, mit Gestalt und Farben wie die der Himmelskörper, der Mineralien, Steine und Metalle, der Pflanzen und Tiere: sie lassen die Eigenschaften Gottes klar hervortreten. [?]

 

Die Ordnung der Dinge, die sich im Schöpfungsbericht erkennen lässt, [?] lässt uns die Vorrangstellung, Erhabenheit und Würde des höchsten Seinsgrundes in seiner unendlichen Macht offenbar werden. [?] Die Ordnung der Dinge nimmt uns an der Hand und führt uns in aller Deutlichkeit zu dem Ersten und Höchsten, der souverän, allmächtig, vollkommen, weise und gut ist.

 

Wen so viel geschaffenes Licht nicht erleuchtet, der ist blind. Wen so viele Rufe nicht wecken, der ist taub. Wen all diese Werke nicht Gott loben lassen, ist stumm. Wen so viele Zeichen nicht geradezu nötigen, das oberste Sein anzuerkennen, der ist dumm.

 

Mach die Augen auf, höre auf deine Seele, löse deine Lippen, bemühe dein Herz; damit du in allen Geschöpfen deinen Gott sehen, hören, loben, lieben, ehren mögest, ihn rühmst und ihm die Ehre erweist, damit sich nicht der ganze Erdkreis gegen dich erhebt. Denn für diese Vergessenheit ?wird der Erdkreis wider die Unsinnigen streiten? (Weish 5,21 (Vulg.)), wohingegen es für den Weisen Anlass ist, Gott zu rühmen. Er kann mit dem Propheten sprechen: ?Denn du erfreuest mich, Herr! durch dein Tun; über die Werke deiner Hände will ich jubeln? (Ps 92(91),5 (Vulg.)).

 

    

Hl. Bonaventura (1221-1274) Franziskaner, Kirchenlehrer