Kirchenschließungen

Bistum gibt Kirche Schonfrist

Wie sieht die Zukunft der beiden katholischen Kirchen in Langenhagen aus? Fällt die Zwölf-Apostel-Kirche am Weserweg (links) oder die Liebfrauenkirche an der Karl-Kellner-Straße? Die Gemeinde hat neue Frist bis 2015 bekommen.

Langenhagen. Landauf, landab stehen im Bistum alle katholischen Gemeinden vor derselben Frage: Können angesichts des Kostendrucks alle Kirchen erhalten werden? Und wenn nicht: Von welchen müssen sich die Gemeinden trennen? Auch in Langenhagen sollte bis zum kommenden Jahr entschieden sein: Fällt die Liebfrauenkirche an der Karl-Kellner-Straße oder Zwölf-Apostel am Weserweg?

Die Frage ist nicht vom Tisch. Doch Pfarrer Klaus-Dieter Tischler ist guten Mutes. Denn ein gutes Stück des Weges haben der Pfarrgemeinderat und er schon bewältigt. Als sich im vergangenen Jahr abzeichnete, welche Entscheidungen zu fällen seien, beantragte die Gemeinde eine Beratung durch das Bistum. Denn Tischler wollte die Kirchenfrage nicht unverknüpft lassen mit einer grundsätzlichen Gemeindefrage: Sollten nicht alle westlichen Dörfer Langenhagens aus pastoraler Sicht besser zur Liebfrauengemeinde gehören als zur St.-Marien-Gemeinde in Vinnhorst? Betroffen wären 1500 Gemeindemitglieder - jedes einzelne ein Argument mehr für zwei katholische Kirchen in Langenhagen. Inzwischen ist die Liebfrauengemeinde von diesem Wunsch wieder abgerückt. Aus Solidarität zur Nachbargemeinde: Denn das Bistum hat Tischler klar signalisiert, Vinnhorst müsste bei einer Neueinteilung nicht - wie bisher geplant - eine, sondern zwei Kirchen abgeben. „Dafür wollten wir nicht die Verantwortung übernehmen“, sagte Tischler jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung.

Der Entscheidungsprozess um die Kirchen trifft die Gemeinde in keinernicht einfachenr Zeit –, empfindet Pfarrer Klaus-Dieter Tischler die Fusion von Liebfrauen- und Zwölf-Apostel-Gemeinde doch gerade als glücklich gelungen. Jetzt die beiden Teile vor die Wahl einer Kirchenaufgabe zu stellen, sei da nicht entspannend. Umso härter wollen Tischler und der Pfarrgemeinderat jetzt an einem Konzept arbeiten, das nicht nur helfen soll, die Gemeinde auch in ihrer inhaltlichen Arbeit sich neu positionieren zu lassen. „Wenn wir zu dem Punkt kommen, dass wir wirklich beide Kirchen weiterhin brauchen, müssen wir auch eine Finanzierung auf die Beine stellen.“ Tischler will dabeiin diesem Prozess keinerlei Denkverbote.  Die Gemeinde hat jetzt dazu eine Steuerungsgruppe gebildet, in der möglichst viele unterschiedliche Perspektiven ins Gemeindeleben dargestellt werden sollen. Viel Zeit bleibt der Gruppe nicht:. Am 30. Juni 2015 muss feststehen, womit sie die Diözese überzeugen will.

Von Rebekka Neander
Artikel veröffentlicht: Montag, 09.09.2013 18:05 Uhr
Artikel aktualisiert: Donnerstag, 12.09.2013 00:15 Uhr
Quelle: Heimatzeitungen


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