Hintergründe

Die folgende Artikel wurden zum Themenkomplex Gemeindeentwicklung bereits in unserem Pfarrbrief veröffentlicht:

Vorwort zum Themenschwerpunkt Gemeindeberatung

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht kommen Sie gar nicht mehr zur Kirche, oder Sie besuchen unsere Gotesdienste vor allem an Weihnachten und Ostern. Vielleicht sehen wir sie auch jede Woche in der Kirche. Sie alle vertrauen darauf, dass die katholische Kirche mit ihren Angeboten auch in Zukunf wie gewohnt in Langenhagen vor Ort ist.

Damit dies so bleibt, müssen wir uns anstrengen! Kindergarten und Familiengotesdienste sind hoch geschätzt und gut besucht. Aber warum gibt es
derzeit nur sehr wenige Kinder, die als Messdienerinnen und Messdiener die
Gotesdienste festlich mitgestalten wollen? Die Damen und Herren des Caritas-
Helferkreises besuchen alte und kranke Gemeindemitglieder, die nicht
mehr gut zu Fuß sind zu Hause, im Krankenhaus oder Pfegeheim und halten
Kontakt. Viele dieser Helfer sind jedoch inzwischen in einem Alter, in dem
sie selbst erwarten könnten, betreut zu werden. Es fehlt auch hier der „Nachwuchs“.

Wenn die Dinge bleiben sollen, müssen wir neue Aktive gewinnen!
Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand sind sich mit Pfarrer Tischler einig, dass wir einen neuen Aufruch in unserer Liebfrauengemeinde brauchen. Nur dann haben wir auch 2020 noch eine lebendige katholische Kirche in Langenhagen.

Wir haben begonnen, uns unserer Stärken zu besinnen, Handlungsbedarf zu benennen und mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten anzubieten. Finden Sie bei uns die Angebote, die Sie von Ihrer katholischen Kirche erwarten? Wenn nicht, schreiben Sie uns! Schreiben Sie uns auch, wenn Sie etwas für die Gemeinde anbieten wollen. Wir wollen das Gemeindeleben bunter und atraktiver machen. Es wäre für uns alle ein großes Glück, wenn viel mehr mitmachen als bisher.

Wir müssen uns zusätzlich mit der Forderung des Bistums auseinandersetzen,
unnötige Gebäude (Kirchen, Gemeinderäume etc.) zu schließen. Genauso müssen wir planen, wie unsere Gemeinde (über)leben wird, wenn möglicherweise 2020 kein Priester mehr in Langenhagen wohnen wird.

Wir alle haben es in der Hand, Chancen für mehr Mitwirkung und Mitverantwortung
zu nutzen. Wenn wir abseits stehen und abwarten, wird sich alles zum Schlechteren verändern. Machen Sie im Gemeindeentwicklungsprozess mit:

  • Sprechen Sie uns an!
  • Bringen Sie Ihre Wünsche und Ihre Bereitschaf zur Mitarbeit ein!
  • Tragen Sie mit Ihren zeitlichen und fnanziellen Möglichkeiten bei!

Dann wird uns der Aufruch gelingen. Dafür stehen wir ein.

Sabine Mollik (PGR), Klaus-Dieter Tischler (Pfr.), Heinz Schütte (KV)

Klärung und Aufbruch

Wie im vergangenen Jahr an dieser Stelle versprochen, hier nun weitere Informationen aus dem Projekt Gemeindeentwicklung. Der aufmerksame Leser wird sich fragen: wieso „Gemeindeentwicklung“, wo es doch hier „Gemeindeberatung“ hieß? Nun, im Rahmen der Gespräche mit den Beratern wurde schnell deutlich, dass diese Beratung nicht das Projekt ist, sondern nur Mittel zum Zweck. Denn es geht um die Frage: Wie wird die Zukunft der katholischen Gemeinde in Langenhagen aussehen?

Klärung

Um die Rahmenbedingungen deutlicher erfassen zu können, hat ein Gespräch von Vertretern unserer Gemeinde mit Repräsentanten der Mariengemeinde in Hannover und des Bistums stattgefunden.

Ausgelotet wurden Grund und Aktualität der Verbindung des Schicksals der drei Kirchen:

  • Liebfrauen,
  • St. Hedwig und
  • Zwölf Apostel.

Die Verknüpfung der Frage, welche Kirche geschlossen werden soll über Gemeindegrenzen hinweg, erschien uns nur (er)tragbar, wenn es sehr wichtige Gründe dafür gibt.

Herr Pohner, Domkapitular und Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bistum Hildesheim, erläuterte, dass die Überlegung, alle Katholiken auf dem Boden der Stadt Langenhagen in einer Gemeinde zusammen zufassen, der Auslöser für die Bildung des Kirchen-Trios war. Sollte dieser Gedanke in die Tat umgesetzt werden, wäre im Zweifel St. Hedwig obsolet. In diesem Punkt stellten die Vertreter der beteiligten Gemeinden klar, dass diese Idee zwar durchaus Vorteile habe, aber der Preis, in der Mariengemeinde, eine weitere Kirche schließen zu müssen nicht zumutbar ist. Daraufhin wurde vereinbart, dass – wenn die Gremien der Liebfrauengemeinde das wünschen – die Verbindung zwischen den Gemeindengelöst wird und bei der Frage der Kirchenschließung nur die Kirchen Liebfrauen und Zwölf Apostel in den Blick genommen werden. Außerdem soll in der Liebfrauengemeinde ein Konzept zur weiteren Entwicklung (Pastoralkonzept) erstellt werden.

Wenn es gute Gründe für den Erhalt zweier katholischer Kirchen in Langenhagen gebe, könne sich das Bistum vorstellen, keine der beiden Kirchen zu schließen. Allerdings dürfe das nicht zu Mehrkosten für das Bistum führen.

Aufbruch

Mit diesem Ergebnis vor Augen, berieten Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat am 15.04.2013 über den weiteren Weg. Es bestand Einigkeit darüber, dass ein "weiter so" ziemlich sicher zur Schließung einer Kirche in Langenhagen führt. Bisher hat das Bistum bevorzugt Kirchen in seinem Eigentum geschlossen. Das trifft in unserer Gemeinde auf die Zwölf-Apostel-Kirche zu. Wir müssen daher davon ausgehen, dass nicht allein die Liebfrauen Kirche von der Schließung bedroht ist.

Schnell wurde aber klar, das die Frage der Schließung einer Kirche in Langenhagen eigentlich nur eine Folgeentscheidung ist. Die eigentlich wichtigen Fragen lauten:

  • Wie soll sich die katholische Gemeinde in Langenhagen weiter entwickeln?
  • Und was soll konkret in Langenhagen stattfinden?

Und erst anschließend stellt sich die Frage, welche Immobilien dafür benötigt werden.

Daher stimmten Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat mit großer Mehrheit dafür, das vom Bistum gewünschte Konzept zu erstellen. Zum Start wurde eine kleine Arbeitsgruppe gebildet, die im Rahmen der Arbeiten an dem Zukunftskonzept Mitglieder für das Lenkungsgremium (die Steuerungsgruppe) finden soll. Aus diesem heraus sollen dann Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich den einzelnen Themenstellungen widmen.

Das hört sich vielleicht etwas abstrakt an, aber an dieser Stelle wird es ernst. Hier werden Vorschläge und Überlegungen eingebracht, Ideen gesammelt, Möglichkeiten ausgelotet. Hier findet die eigentliche inhaltliche Arbeit statt. Hier wird letzten Endes darüber entschieden, ob es eine Zukunft für unsere Gemeinde gibt und wie sie aussehen soll. Hier ist dann auch jedes Gemeindemitglied aufgerufen, sich einzubringen. Denken Sie an das berühmte Scherflein der Witwe! Jede und jeder kann etwas tun.

Jörg Hopfe, stv. Vorsitzender des Pfarrgemeinderats

Gemeindeberatung für die Zukunft der Liebfrauengemeinde

Immer wieder erfahren die Mitglieder des PGR, wie schwierig die vom Bischof angekündigte Schließung einer der drei Kirchen (Zwölf Apostel, Liebfrauen, St. Hedwig) die Arbeit in der Gemeinde macht. Viele Überlegungen werden vom Interesse der Aktiven am Erhalt gerade ihrer Kirche beeinfusst. Gelegentlich kommt Mutlosigkeit auf: Was sollen wir noch beginnen, wenn wir nicht wissen, wie es weiter geht? Die Übernahme der vom letzten PGR entworfenen Pläne stößt so häufig an unüberwindbar scheinende Grenzen. Die Umverteilung der bisher von zwei Gemeindereferenten geleisteten Tätigkeiten auf nur noch einen Hauptamtlichen und mehrere Ehrenamtliche stellt sich als schwierig dar. Oft heißt die Frage: Wer soll das denn auch noch machen? Es entsteht immer wieder das Gefühl: Alleine kommen wir nicht weiter.

In solch einer schwierigen Situation greift man in Wirtschaftsunternehmen gerne zu einer Unterstützung durch eine Unternehmensberatung. Diese kann unvoreingenommen die Lage analysieren. So können Hemmnisse und Strukturen erkannt und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Glücklicher Weise gibt es im Bistum Hildesheim eine vergleichbare Institution für katholische Pfarrgemeinden und Organisationen. Auf eine Anregung von Pfarrer Tischler hin, baten wir einen Vertreter der „Gemeindeberatung/kirchliche Organisationsentwicklung“ zu einer Sitzung des PGR.

Herr Pastoralreferent Matthias Kaune stellte uns Ansatz und Arbeit der Gemeindeberatung vor und beantwortete geduldig die Fragen der Anwesenden. Neben dem PGR war auch der Kirchenvorstand eingeladen und etliche Gäste erschienen. Dabei erfuhren wir, dass sich die Gemeindeberatung in erster Linie als „Hilfe zur Selbsthilfe“ versteht. Sie möchte nicht fertige Lösungsvorschläge geben, sondern den Weg der jeweiligen Gemeinde zu ihren (oft erst noch zu findenden) Zielen begleiten. Deshalb dauert so eine Begleitung auch üblicher Weise zwischen 1 bis 3, in Ausnahmefällen auch einmal 5 Jahre.

Nach einer lebhaften Diskussion beschloss der Pfarrgemeinderat, eine Gemeindeberatung in Anspruch nehmen zu wollen und hat dies dem Bistum mitgeteilt. Ziel soll nach den bisherigen Überlegungen sein, eine Perspektive für die Gemeinde zu entwickeln. Diese soll sowohl die Zeit vor der Entscheidung des Bischofs zur Kirchenschließung, als auch die Zeit danach umfassen. In einem ersten Schritt wird ein Vorgespräch stattfinden, in dem die Ziele ausgelotet und der weitere Weg festgelegt werden. Dies wird voraussichtlich noch im September geschehen, denn 2014 steht fast vor der Tür.

Gemeindeberatung ist kein Exklusivprojekt für Gremienvertreter. Auch interessierte weitere Gemeindemitglieder werden mit eingebunden. Über den weiteren Fortgang des Projekts wird in zukünftigen Pfarrbriefen berichtet werden.

Jörg Hopfe, stv. Vorsitzender des PGR

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